Corona-Regeln in Baden-Württemberg

Steigende Corona-Zahlen in Baden-Württemberg - Kretschmann verkündet schärfere Corona-Regeln

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Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat nach dem Treffen von Bund und Ländern schärfere Corona-Regeln verkündet.

Coronavirus Baden-Württemberg: Steigende Zahlen - Kretschmann verkündet verschärfte Corona-Regeln

Update, 29. September: Wenn sich Angela Merkel und die Ministerpräsidenten per Videokonferenz über die aktuelle Corona-Lage in Deutschland ausgetauscht haben, folgten in den Sommermonaten zu meist Lockerungen. Doch jetzt, wo die kalten Jahreszeiten vor der Türe stehen und die Infektionszahlen wieder ansteigen, ist „nicht die Zeit für Lockerungen“, wie Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann klarmacht.

Folglich verschärft auch Baden-Württemberg die Corona-Maßnahmen wieder und orientiert sich dabei an den von Angela Merkel verkündeten Maßnahmen. Heißt im Klartext: Wer im Restaurant oder anderen Gastro-Betrieben falsche Angaben zu seiner Person macht, muss mit einem Bußgeld von mindestens 50 Euro rechnen. Dafür hatte sich Kretschmann bereits im Vorfeld eingesetzt, da das Virus „keine Nachlässigkeiten“ verzeiht. Zudem ist die Richtigkeit der Angaben durch den Wirt oder Veranstalter zu kontrollieren.

Coronavirus Baden-Württemberg: Beschränkung der Teilnehmerzahlen bei Feiern

Auch die Anzahl der Teilnehmer von Feiern wird in Baden-Württemberg künftig in Abhängigkeit des Infektionsgeschehens geregelt. Während es bei Feiern in privaten Räumlichkeiten lediglich eine dringende Empfehlung gibt, werden in öffentlichen oder angemieteten Räumlichkeiten klare Reglungen festgelegt. Dabei sind die Grenzwerte von 35 beziehungsweise 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner ausschlaggebend.

„Es sind im starken Maße derzeit die privaten Feiern, die die Infektionen hochtreiben“,  erklärt der Ministerpräsident den Schritt. Zudem rief der Landesvater von Baden-Württemberg dazu auf, sich auch gegen die saisonale Grippe impfen zulassen und wieder vermehrt auf den Abstand und das Tragen der Alltagsmaske zu achten. „Wir steuern auf eine sehr schwierige Lage zu, wenn wir nicht gegenlenken“, sagte Kretschmann.

Coronavirus Baden-Württemberg: Kretschmann für verschärfte Corona-Regeln

Erstmeldung, 29. September: Am Dienstag, 29. September, berät sich die Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten über weitere Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus. Insgesamt schlägt der Bund ein regional abgestuftes Vorgehen vor - keine pauschalen Maßnahmen. Allerdings hatte der Bund angesichts der anhaltend hohen Corona-Infektionszahlen für Feiern in privaten Räumen eine Obergrenze von 25 Teilnehmern vorgeschlagen.

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat sich vor der Konferenz der Länderregierungschefs mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) für eine Festlegung auf eine Zahl an Teilnehmern bei privaten Feiern ausgesprochen. Die Infektionszahlen seien immer dann hoch, wenn die Zahl der Teilnehmer und ihrer Kontakte schwer zu kontrollieren sei, sagte der Grünen-Regierungschef am Dienstag. „Wir müssen aber schnell feststellen, orten und die Kontakte nachverfolgen können. Denn wenn das Virus außer Kontrolle gerät, werden wir zum Spielball des Erregers“, sagte Kretschmann. Eine konkrete Zahl nannte er laut der Deutschen Presse-Agentur aber nicht.

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann spricht sich für die verschärften Corona-Regeln aus. 

Kretschmann hält auch neue Vorgaben für das Erfassen von Kontaktdaten in Restaurants für notwendig. Da die Angaben der Gäste derzeit zur Hälfte nicht brauchbar seien. „Wir werden das unter Umständen rigoros verschärfen müssen zum Beispiel durch die Vorlage des Personalausweises“, sagte er. „Es geht nicht, dass man da irgendwelche Spaßgeschichten aufschreibt wie Darth Vader oder Prinzessin Leia.“

Rubriklistenbild: © Tom Weller/dpa

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