Corona-Verordnung in Baden-Württemberg

Überblick über Corona-Regeln in BaWü: Was darf ich ab heute und was nicht?

  • Anna-Maureen Bremer
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  • Julia Cuprakowa
    Julia Cuprakowa
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Seit Montag (29. März) ist in Baden-Württemberg eine neue Corona-Verordnung gültig. Was ist weiterhin erlaubt? Alle aktuellen Corona-Regeln im Überblick.

Update, 28. März: Das Land Baden-Württemberg hat heute (28. März) eine neue Corona-Verordnung veröffentlicht. Die neuen Regeln sind ab Montag (29. März) in ganz Baden-Württemberg gültig. Was hat sich geändert, was ist noch erlaubt, welche Lockerungen und Einschränkungen gibt es? echo24.de* hat die aktuellen Corona-Regeln für Baden-Württemberg zusammengefasst, sodass Ihr alles Wichtige direkt auf einen Blick sehen könnt.

Corona-Verordnung Baden-Württemberg: Diese Regeln gelten ab Montag

Sonderregelungen oder spezielle Lockerungen wird es über die Osterfeiertage* nicht geben. Doch gelockert wird indirekt doch, denn: Es wird keine Verschärfung der Kontaktbeschränkungen bei der „Notbremse“ geben! Die folgenden Änderungen gelten ab Montag, den 29. März, in Baden-Württemberg laut der aktuellen Corona-Verordnung ergänzend zu den bereits bestehenden Regelungen:

  • Bei Mitfahrten von haushaltsfremden Personen im Auto gilt für alle Insassen eine Maskenpflicht (medizinische Maske oder FFP2-/KN95-/N95-Maske). Paare, die nicht zusammenleben, gelten auch hier als ein Haushalt.
  • Keine Verschärfung der Kontaktbeschränkung bei der „Notbremse“. Hier bleibt die allgemeine Regelung bestehen: Maximal fünf Personen aus nicht mehr als zwei Haushalten. Dabei zählen Kinder bis einschließlich 14 Jahre nicht mit. Paare, die nicht zusammenleben, gelten als ein Haushalt.
  • Soweit ein negativer COVID-19-Schnelltest erforderlich ist, muss dieser durch geschulte Dritte durchgeführt und ausgewertet werden oder unter Aufsicht eines geschulten Drittens durchgeführt und ausgewertet werden.
  • In Stadt- und Landkreisen mit einer stabilen 7-Tage-Inzidenz unter 50 dürfen Bibliotheken und Archive analog zu Museen ohne Einschränkungen öffnen.
  • Der Buchhandel gehört nicht mehr zum Einzelhandel des täglichen Bedarfs. Für ihn gelten nun auch die entsprechenden Click & Collect bzw. Click & Meet Regelungen, abhängig der 7-Tage-Inzidenz. Das Land setzt damit ein Urteil des Verwaltungsgerichtshofs Baden-Württemberg um.

Zusätzlich zu den neuen Corona-Regelungen bleiben die alten Regeln bestehen. Auch die Notbremse bei einer 7-Tage-Inzidenz von über 100 Neuinfektion pro 100.000 Einwohner über mehrere Tage hinweg soll weiterhin greifen. Die Notbremse zieht inzwischen in immer mehr Stadt- und Landkreisen in Baden-Württemberg. Derzeit am meisten zu kämpfen hat der Corona-Hotspot Schwäbisch Hall*: Der Kreis hat die 400er-Marke geknackt und steht kurz vor einer 7-Tage-Inzidenz von 500.

Das Modellprojekt in der Stadt Tübingen wird zunächst bis zum 18. April fortgesetzt. Das Land plant zudem, dort wo es möglich ist, weitere Modellversuche umzusetzen, etwa im Kulturbereich. So könnten schrittweise Öffnungen, abhängig von Corona-Schnelltests, künftig eventuell auch in ganz Baden-Württemberg umgesetzt werden.

Aktuelle Corona-Regeln für Baden-Württemberg: Was ist verboten, was bleibt erlaubt?

Update, 25. März: Seit dieser Woche gelten in Baden-Württemberg bereits härtere Regeln. Aber: Am Montag war auch Corona-Gipfel der Bund- und Länderchefs*. Und: Genau einen Tag vorher überschritt die 7-Tage-Inzidenz im Land den kritischen Wert von 100. Nachdem das Regierungstreffen stundenlang unterbrochen war, wurden am frühen Dienstagmorgen knallharte Regeln bekannt gegeben. Bereits am Mittwoch ruderte Angela Merkel jedoch wieder zurück - und kippte die geplante Osterruhe für Deutschland*. Die aktuellen Corona-Regeln für Baden-Württemberg hat echo24.de* in einem Überblick zusammengefasst.

Baden-Württemberg: Aktuelle Corona-Regeln im Überblick

Ursprungstext, 21. März: Nach monatelangem Lockdown war die Freude über Merkels Öffnungsplan groß. Friseure, Tattoo,- Nagelstudios und andere körpernahe Dienstleister, vielerorts auch der Einzelhandel, durften wieder öffnen. Doch die Freude war nicht von langer Dauer. Denn kurz nach den großzügigen Öffnungen schossen die Inzidenzen und Neuinfektionen in Baden-Württemberg* wieder rasant in die Höhe.

Dieser Umstand veranlasste Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) die aktuelle Corona-Verordnung zu überarbeiten und zu verschärfen*, wie echo24.de* bereits berichtete. Alle Änderungen der Corona-Maßnahmen gelten ab Montag, 22. März. Ob die Regeln so bleiben, oder erneut neue Maßnahmen beschlossen werden, entscheidet sich beim Bund-Länder-Treffen*, ebenfalls am Montag.

Mit Beschluss vom 19. März 2021 hat die Landesregierung Baden-Württembergs ihre Rechtsverordnung über infektionsschützende Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus (Corona-Verordnung) geändert. Die Änderungen treten am 22. März 2021 in Kraft.

Neue Corona-Verordnung in Baden-Württemberg: Kretschmann verschärft aktuelle Corona-Maßnahme

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hat wegen der steigenden Infektionszahlen eine Verschärfung der Corona-Auflagen angekündigt. „Damit muss man rechnen, dass Dinge zurückgenommen und verschärft werden“, sagte der Grünen-Politiker am Freitag in Stuttgart. Ab Montag, 22. März, treten einige Corona-Lockerungen aber auch Verschärfungen in Baden-Württemberg in Kraft. Änderungen der Corona-Verordnung im Überblick:

Maskenpflicht:

Ausweitung der erweiterten Maskenpflicht (medizinische Maske oder FFP2-/KN95-/N95-Maske) auf die Grundschulen und weiterführenden Schulen für Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte. ÄNDERUNG: Die Ausnahme für Kinder von 6 bis einschließlich 14 Jahre bei der Maskenpflicht entfällt. Anstatt einer sogenannten Alltagsmaske müssen nun auch Kinder eine medizinische oder FFP2-/KN95-/N95-Maske tragen. Im Klartext: Das Tragen einer Stoff-Maske ist nicht mehr zulässig. Medizinische Maske oder FFP2-Masken sind ab Montag, 22. März, Pflicht. Diese Änderung bezieht sich nicht ausschließlich auf die Schule, sondern gilt unter anderem auch im öffentlichen Personenverkehr, beim Einkaufen, in geschlossenen Räumen, die für die Öffentlichkeit oder für den Publikums- verkehr bestimmt sind.

Maskenpflicht für Personal in Kitas, Grundschulförderklassen, Horten, Schulkindergärten – außer im ausschließlichen Kontakt mit den Kindern. Weitergehende Regelungen können die Einrichtungen selbstständig beschließen.

 An den weiterführenden Schulen in den 5. und 6. Klassen sowie in den Abschlussklassen besteht bereits eine Maskenpflicht im Unterricht. Auch hier reichen ab Montag keine Alltagsmasken mehr.

Bildung und Betreuung:

Kitas sind für den Regelbetrieb unter Pandemiebedingungen offen. An Grundschulen finden Präsenzunterricht statt. Präsenzpflicht ist jedoch weiterhin ausgesetzt.

ÄNDERUNG: Zulassung von Wechselunterricht zur Wahrung des Abstandsgebots für die Klassenstufen 5 und 6 sowie an allen Klassenstufen der Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren (SBBZ) mit den Förderschwerpunkten geistige Entwicklung, körperliche und motorische Entwicklung sowie SBBZ mit anderen Förderschwerpunkten mit diesen Bildungsgängen.

Nachhilfeunterricht kann in Gruppen von bis zu fünf Schülerinnen und Schülern in Präsenz stattfinden. Auch hier gilt die erweiterte Maskenpflicht.

Musik-, Kunst- und Jugendkunstschulen dürfen im Rahmen der geltenden Kontaktbeschränkungen Unterricht anbieten. In einem Stadt- oder Landkreis mit einer 7-Tage-Inzidenz von über 100 an drei aufeinanderfolgenden Tagen, darf der Unterricht nur Online stattfinden (Notbremse).

Ballett- und Tanzschulen schließen für den Publikums- verkehr. Kontaktarmes Training mit maximal fünf Personen aus nicht mehr als zwei Haushalten ist gestattet. Die Kinder der beiden Haushalte bis einschließlich 14 Jahre zählen nicht dazu. Paare, die nicht zusammenleben, gelten als ein Haushalt. 

Schlechte Nachrichten für alle Volkshochschulen. Denn laut der neuen Corona-Verordnung müssen diese wieder schließen. Besuch von Bibliotheken und Archiven ist weiterhin erlaubt, jedoch mit vorheriger Terminbuchung und Dokumentation der Kontaktdaten.

Corona-Verordnung ab 22. März: Autokinos dürfen öffnen - Ausgangsbeschränkungen in BaWü bei Inzidenz von 100

Außerdem geht der Regierungschef Baden-Württembergs davon aus, dass es nicht dabei bleiben werde, dass Stadt- und Landkreise selbstständig über Öffnungen je nach Inzidenzen entscheiden können. Zudem müssten die Einwohner von Hotspot-Regionen mit harten Maßnahmen wie Ausgangsbeschränkungen. Die neue Corona-Verordnung sieht ab Montag, 22. März, vor, dass die Stadt- und Landkreise eine nächtliche Ausgangsbeschränkung von 21 bis 5 Uhr per Allgemeinverfügung umzusetzen müssen. Diese tritt in Kraft, wenn die 7-Tage-Inzidenz von 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner sieben Tage in Folge bei einem diffusen Infektionsgeschehen überschritten ist und weitergehende regionale Maßnahmen nicht zu einem Rückgang geführt haben.

Auch Kultur und Freizeiteinrichtungen bleiben weiterhin geschlossen. Dazu zählen: Ateliers, Ausflugsschiffe, Camping- und Wohnmobilstellplätze, Diskotheken und Clubs, Freizeitparks und vieles andere.

Kultur- und Freizeitgestaltung

Neben Spielplätzen im Freien und Wettannahmestellen („Click & Collect“ sowie „Click & Meet“), dürfen Galerien, Museen und Gedenkstätten offen bleiben. ÄNDERUNG: Ab 22. März dürfen nun auch Autokinos wieder öffnen. Auch Autokonzerte und Autotheater können wieder stattfinden.

Hinzu kommt eine Lockerung in der Physio- und Ergotherapie, Logopädie und Podologie sowie medizinische Fußpflege. Ab Montag, 22. März, ist in diesen Bereichen kein Schnelltest mehr erforderlich, auch wenn bei der Behandlung keine Maske getragen werden kann. *echo24.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © IMAGO/ Ralph Peters

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