Baden-Württemberg schärft nach

Aktuelle Regeln in BW: Gastro-Sperrstunde & 2G-Plus-Erweiterung

  • Julia Cuprakowa
    VonJulia Cuprakowa
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  • Jason Blaschke
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Nach Weihnachten treten in Baden-Württemberg neue Corona-Maßnahmen in Kraft. Neben einer Gastro-Sperrstunde ist auch eine Änderung in der 2G-Plus-Regel neu.

Update, 27. Dezember: Mit Beschluss vom 23. Dezember 2021 hat die Landesregierung Baden-Württemberg die Corona-Verordnung über infektionsschützende Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus erneut geändert. Die Änderungen treten ab heute (27. Dezember 2021) in Kraft. Welche Maßnahmen jetzt in Baden-Württemberg greifen und welche Ausnahmen es gibt – hier ein Überblick:

Anpassung der Kontaktbeschränkungen:

- In der Alarmstufe II darf bei Treffen, bei denen mindestens eine ungeimpfte Person teilnimmt, nur ein Haushalt mit zwei weiteren Personen zusammenkommen. Da das Alter bei den Ausnahmen herabgesetzt wurde, sollen damit besondere soziale Härten verhindert werden.

- Nicht zur Personenzahl hinzu zählen nur noch Kinder und Jugendliche bis einschließlich 13 Jahre (anstatt bislang bis 17 Jahre).

- Kontaktbeschränkung für geimpfte und genesene Personen: 10 Personen in Innenräumen und 50 Personen im Freien.

Veranstaltungen und Freizeiteinrichtungen:

- In der Alarmstufe II sind Veranstaltungen nur noch mit bis zu 50 Prozent Kapazität, aber maximal 500 Zuschauerinnen und Zuschauern bzw. Teilnehmenden vor Ort möglich. Das betrifft alle Sport-, Kultur-, Informations- und Vereinsveranstaltungen sowie Kongresse.

- In den Alarmstufen müssen Anlagen mit Aerosolbildung wie insbesondere Dampfbäder, Dampfsaunen und Warmlufträume schließen.

- In der Alarmstufe II gilt für gastronomische Betriebe und Vergnügungsstätten wie Spielhallen und Casinos eine Sperrstunde von 22:30 bis 5 Uhr. In der Nacht von Silvester auf Neujahr beginnt die Sperrstunde erst um 1 Uhr. Für private Zusammenkünfte in gastronomischen Betrieben gelten die Regelungen der Kontaktbeschränkungen.

Corona-Verordnung Baden-Württemberg: Ausnahmen von 2G-Plus-Regelung

Wie die oben aufgeführte Zusammenfassung der Corona-Regeln in der Alarmstufe 2 zeigt, wurden die Maßnahmen angesichts der Omikron-Variante extrem verschärft. Vor allem die 2G-Plus-Regelung wurde überarbeitet und an die aktuelle Corona-Lage angepasst. Es gibt aber auch Ausnahmen – hier ein Überblick:

Anpassung der Ausnahmen bei der 2G-Plus-Regelung – Ausgenommen sind nur noch:

- Personen, die vor nicht mehr als drei Monaten ihre vollständige Schutzimpfung abgeschlossen haben. Also die Zweitimpfung mit einem mRNA-Impfstoff von BioNtech/Pfizer oder Moderna sowie mit dem Vektor-Impfstoff von AstraZeneca oder die Impfung mit dem Vektor-Impfstoff von Johnson & Johnson.

- Genesene Personen, deren anschließende Impfung nicht länger als drei Monate zurückliegt.

- Genesene Personen, deren Infektion mit dem Coronavirus nicht länger als drei Monate zurückliegt.

- Personen, die Ihre Auffrischungsimpfung (Booster) erhalten haben.

- Personen, für die keine Empfehlung der Ständigen Impfkommission hinsichtlich einer Auffrischungsimpfung besteht – also Kinder und Jugendliche mit vollständigem Impfschutz bis einschließlich 17 Jahre und Schwangere im ersten Schwangerschaftsdrittel.

Neben neuen verpflichtenden Verschärfungen gibt die Landesregierung Baden-Württemberg auch eine Empfehlung ab. So sollen Personen ab 18 Jahren in Innenbereichen mit Maskenpflicht eine FFP2 oder vergleichbare Maske tragen – beispielsweise KN95-/N95-/KF94-/KF95-Masken. Dies gilt nicht in Arbeits- und Betriebsstätten.

Corona-Verordnung Baden-Württemberg: Gastro-Sperrstunde und Kontaktbeschränkungen – neue Corona-Regeln

Erstmeldung, 23. Dezember: Mit Blick auf die Corona-Variante ‚Omikron‘ aus Südafrika* werden in Baden-Württemberg ab Montag, 27. Dezember, die Corona-Maßnahmen verschärft. Zwar sinken die Corona-Zahlen in Baden-Württemberg aktuell, Experten gehen angesichts der neuartigen Variante aber davon aus, dass die Zahl der Infizierten Anfang 2022 steigen wird. Daher verschärft die Landesregierung direkt nach Weihnachten – sprich: An Silvester müssen laut echo24.de* schon die neuen Maßnahmen beachtet werden.

Und die haben es zum Teil ganz schön in sich. Besonders stark trifft es die Gastronomie. Die echo24.de-Redaktion* hatte schon vor der Verkündung der neuen Maßnahmen berichtet, dass nach Weihnachten 2021 auch für Geimpfte und Genesene in der Gastro die Testpflicht* kommt. Doch das ist noch nicht alles. Berichten von SWR.de zufolge wird es zusätzlich zur Testpflicht-Verschärfung ab Montag, 27. Dezember, zusätzlich eine Sperrstunde von 22:30 Uhr bis 5 Uhr geben – und zwar für ausnahmslos alle.

Corona-Verordnung Baden-Württemberg: Sperrstunde für Gastro ab 27. Dezember

Die Gastro-Sperrstunde wird in der Alarmstufe 2 der Corona-Verordnung für Baden-Württemberg ergänzt. Eine Ausnahme soll es laut einer Mitteilung der Landesregierung an Silvester geben. In der Nacht vom 31. Dezember auf 1. Januar soll die Sperrstunde erst ab 1 Uhr beginnen. Für private Zusammenkünfte in der Gastronomie gelten die Maßnahmen der privaten Kontaktbeschränkungen, über die echo24.de* im Folgenden berichtet. Bloß so viel vorweg: Die große Silvester-Sause wird es 2021/22 nicht geben.

Wie angekündigt, werden die Corona-Maßnahmen in Anlehnung an die letzten Bund-Länder-Beratungen vom 21. Dezember* auch im privaten Bereich verschärft. In Baden-Württemberg werden private Treffen unter Geimpften und Genesenen ab Montag – 27. Dezember – auf maximal zehn Personen begrenzt. Sollte das Treffen im Freien stattfinden, sind maximal 50 Personen zulässig. Kinder und Jugendliche unter 13 Jahren werden nicht mitgezählt. Nochmal deutlich stärker trifft es die Ungeimpften.

Corona-Verordnung Baden-Württemberg: 2G-Plus-Ausnahmen werden neu geregelt

Sie dürfen sich ab Montag, 27. Dezember, mit maximal einem Haushalt mit zwei Personen aus einem weiteren Haushalt treffen. Die Ausgangssperre müssen sie nicht mehr beachten, sofern in ihrem Stadt- oder Landkreis die 7-Tage-Inzidenz seit drei Tagen in Folge unter 500 liegt. Doch nicht nur Ungeimpfte müssen ab Montag neue Maßnahmen beachten. Auch Geimpfte und Genesene müssen sich auf Änderungen in der Corona-Verordnung für Baden-Württemberg gefasst machen – Stichwort 2G-Plus-Regel.

  • Sperrstunde in der Gastronomie von 22:30 Uhr bis 5 Uhr – an Silvester gibt es eine Ausnahme.
  • Kontaktbeschränkungen für Geimpfte: Maximal 10 Personen innen und maximal 50 Personen im Freien.
  • Kontaktbeschränkungen für Ungeimpfte: Ein Haushalt mit zwei Personen aus einem weiteren Haushalt. 
  • Neue Ausnahmeregel für 2G-Plus: Bloß noch geboosterte sowie Geimpfte und Genesene, deren Corona-Impfung oder Infektion maximal drei Monate zurückliegt.
  • Empfehlung für das Tragen einer FFP2-Maske für Personen ab 18 Jahren in Innenräumen.

Bisher war es so, dass Geimpfte und Genesene – deren Impfung oder Infektion nicht länger als sechs Monate zurückliegt – von der Testpflicht befreit sind. Ab Montag, 27. Dezember, wird diese Zeitspanne auf drei Monate reduziert. Nicht betroffen sind Menschen, die geboostert sind und all diejenigen, deren Impfung oder Infektion nicht länger als drei Monate zurückliegt. Auch all die Personen, für welche es bisher keine Booster-Empfehlung von der Stiko gibt, sind in Baden-Württemberg davon nicht betroffen.

Corona-Verordnung Baden-Württemberg: Empfehlung für FFP2-Masken ab 18 Jahren

Keine Pflicht, aber eine Empfehlung gibt es für das Tragen von FFP2-Masken. Berichten von SWR.de zufolge wird das Tragen einer FFP2-Maske Menschen ab 18 Jahren in Innenräumen laut Corona-Verordnung empfohlen. Im Zuge der Alarmstufe 2 sind alle großen Veranstaltungen bloß mit 50 Prozent Auslastung, aber maximal 500 Zuschauern erlaubt. Das betrifft laut SWR.de die Sport-, Kultur-, Informations- und Vereinsveranstaltungen sowie Kongresse. *echo24.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Thomas Frey/dpa

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