Einzelhandel in Baden-Württemberg

Einkaufen trotz Corona: Strenge Auflagen! Was Kunden bei Click and Collect beachten müssen

  • Isabel Ruf
    vonIsabel Ruf
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Der Lockdown bleibt, die Maßnahmen werden härter – und doch gibt es eine Lockerung: Click-and-Collect-Service ist erlaubt. Was gibt es bei den Abhol-Angeboten der Einzelhändler zu beachten?

Der Lockdown geht weiter – strenger und umfassender als bisher. Das ist die große Erkenntnis aus dem Corona-Gipfel von Bund und Ländern* am 5. Januar. Denn die Zahl der Corona-Neuinfektionen sinkt noch immer nicht. Im Gegenteil: Nach einem kürzlichen Rückgang der Corona-Zahlen, der aber wohl lediglich auf die weniger durchgeführten Tests über die Feiertage zurückzuführen war, steigen die Coronavirus-Fälle in Baden-Württemberg* wieder an, die landesweite Sieben-Tage-Inzidenz geht erneut nach oben, wie echo24.de* berichtet.

Nach dem Corona-Gipfel ging es darum, dass die Bundesländer die Corona-Regeln konkret für ihre Bürger festlegen. Am Freitagabend hat Baden-Württemberg daher die Corona-Verordnung des Landes angepasst*. Der Lockdown wurde verlängert, die Maßnahmen verschärft. Doch ein Punkt wurde gelockert – und der ist extrem wichtig für die Einzelhändler im Südwesten. Bislang waren Click-and-Collect-Angebote nämlich verboten. Das ändert sich jetzt.

Baden-Württemberg: Abhol-Angebote im Einzelhandel erlaubt – was ist Click-and-Collect?

Was bedeutet Click-and-Collect überhaupt? Die Einzelhandelsgeschäfte bleiben geschlossen, ja. Bei diesem Angebot geht es aber darum, dass Kunden im gewünschten Laden im Internet oder per Telefon eine Ware bestellen und diese später selbst abholen können. Diese Abhol-Angebote der Händler waren bisher in Baden-Württemberg – anders als in anderen Bundesländern – verboten. Händler durften lediglich selber liefern oder liefern lassen. Dafür hatte es harte Kritik unter anderem vom Handelsverband gegeben. Hauptgeschäftsführerin Sabine Hagmann beanstandete laut dpa, das sei „wahnsinnig aufwendig und wahnsinnig teuer“.

Die Regierung von Baden-Württemberg hatte das bisherige Verbot damit begründet, dass in der Vorweihnachtszeit enorm viele Menschen diese Abhol-Angebote in Anspruch nehmen würden. Die Folge wäre demnach gewesen, dass sich vor den Geschäften in den Innenstädten lange Warteschlangen gebildet hätten – und das in Zeiten, in denen Abstand wegen des Coronavirus das oberste Gebot ist. Jetzt haben Einzelhändler die Möglichkeit, Click-and-Collect anzubieten – insbesondere für Buchhändler, Spielwarengeschäfte oder Elektronikmärkte ist das eine gute Option.

Baden-Württemberg: Click-and-Collect trotz Lockdown – das müssen Kunden beachten

Besonders für die Kundenbindung sind diese Abhol-Angebote wichtig, denn so können Händler kommunizieren, dass sie noch immer für die Menschen erreichbar sind. Viele Kunden wollen gerade in der Corona-Zeit auch explizit Einzelhandelsgeschäfte in ihrer Nähe unterstützen und lokal einkaufen. Bei den Click-and-Collect-Angeboten ist zu beachten, dass laut Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg feste Zeitfenster für die Abholung vereinbart werden müssen. Außerdem müssen die von den Händlern erarbeiteten Hygienekonzepte vor Ort eingehalten werden. Warteschlangen sollen vermieden werden.

Wie der SWR berichtet, verlangen einige Händler auch zusätzliche Gebühren bei Click-and-Collect-Angeboten – so beispielsweise beim schwedischen Möbelriesen Ikea. Aber auch andere Einzelhändler verlangen eine solche „Service-Pauschale“ mit dem Hintergrund, dass die Mitarbeiter die Waren zusammenstellen und an die Kunden übergeben müssten.

Unter anderem für Buchhändler bieten sich Abholangebote an. (Symbolbild)

Baden-Württemberg im Lockdown: Harte Maßnahmen vorerst bis Ende Januar

Nicht alles ist im verlängerten Lockdown in Baden-Württemberg übrigens geschlossen. Geöffnet bleiben aber nur Geschäfte mit Produkten für den täglichen Bedarf wie Lebensmittel, Hygieneartikel und Tierfutter. Auch Banken, Hörgeräteakustiker, Autowerkstätten und Waschsalons stehen auf der Ausnahmeliste. Die neuen Regeln gelten vorerst vom 11. Januar bis zum 31. Januar 2021. Beim nächsten Corona-Gipfel am 25. Januar wird dann das weitere Vorgehen besprochen. *echo24.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks

Rubriklistenbild: © Marijan Murat/dpa

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