Corona-Impfzentren Baden-Württemberg

Mega-Kosten für Corona-Impfungen in Baden-Württemberg - so teuer wird‘s wirklich!

Die Kosten für die Corona-Impfaktion in Baden-Württemberg werden deutlich teurer als geplant. Grund dafür sind unberücksichtigte Betriebskosten – und die sind enorm.

  • In Baden-Württemberg* gibt es bislang 231.669 Coronavirus-Infektionen (7-Tage-Inzidenz: 146,9) wovon schätzungsweise 172.283 Personen bereits genesen und 4.586 Personen in Verbindung mit Sars-CoV-2 verstorben sind (Stand: 28. Dezember 2020).
  • Am Sonntag (27.12.2020) startete die große Impfaktion in ganz Deutschland.
  • Mit dem Start der Impfaktion und der Öffnung der ersten Corona-Impfzentren passierten bereits die ersten Pannen.

Der Start der deutschlandweiten Impfaktion ist wohl das wichtigste Ereignis des Jahres im Kampf gegen das Coronavirus*. Bei der Kalkulierung der Kosten für die flächendeckende Durchführung der Corona-Impfung in Baden-Württemberg wurde allerdings ein wichtiger Faktor nicht berücksichtigt: die Betriebskosten. Und die sind ordentlich! Denn: Die veranschlagten Gesamtkosten für die Impfaktion in Baden-Württemberg erhöhen sich dadurch um fast 50 Prozent!

Baden-Württemberg: Mega-Summe für Corona-Impfaktion - so teuer wird‘s wirklich

Zu den zusätzlichen Betriebskosten gehören zum Beispiel fast 15 Millionen für Sicherheitsdienste sowie 5,4 Millionen Euro, um die Corona-Impfzentren nach Ende der Impfaktion in Baden-Württemberg wieder abzubauen und in ihren ursprünglichen Zustand zurückzuversetzen, heißt es in der Stuttgarter Zeitung. Offenbar haben nicht nur bestimmte Kosten in der Rechnung gefehlt, sondern wurden vorab auch falsch kalkuliert, wie etwa die Personalkosten für die Ärzte und die medizinischen Fachkräfte, die zu niedrig angesetzt waren.

Wie aus einer Vorlage an den Ministerrat hervorgeht, hat das Sozialministerium kurz vor Weihnachten für die Corona-Impfzentren in Baden-Württemberg insgesamt zusätzliche 224 Millionen Euro beantragt. Die Gesamtkosten der Umsetzung der Corona-Impfung in Baden-Württemberg erhöht sich somit auf mehr als 600 Millionen Euro. Bereits Mitte Dezember wurden mehr als 310 Millionen Euro für den Aufbau der Impfzentren in Baden-Württemberg sowie der mobilen Impfteams bewilligt.

Baden-Württemberg: Corona-Impfstart mit Pannen

Der Start der Corona-Impfungen in Baden-Württemberg* sei laut des Ministeriums gut angelaufen. Dennoch sorgt vor allem die Vergabe von Impfterminen* für Chaos. Denn auch bei der Terminvereinbarung wurde sich verkalkuliert. Zehn Minuten wurden für eine Beratung veranschlagt. In der Praxis sieht es allerdings anders aus: Bis zu einer Stunde kann so ein Beratungsgespräch und die Vereinbarung eines Termins inklusive Rückfragen unter Umständen schon mal dauern.

Schließlich ist und bleibt bei vielen weiterhin die Untersicherheit gegenüber des Impfstoffes* groß, wie echo24.de* bereits berichtete. Schlagzeilen über Nebenwirkungen* und auch, dass der Impfstoff so schnell entwickelt sowie nicht über lange Zeit erforscht ist*, werfen bei vielen Zweifel auf, ob sie sich gegen das Coronavirus impfen lassen sollen oder nicht.

Weitere Pannen zu Beginn der Corona-Impfaktion in Deutschland

Aber nicht nur in Baden-Württemberg, auch in Bayern* gab es bisher schon die ersten Probleme – oder eher die erste richtige Panne: In Bayern ist eine komplette Charge mit Impfdosen kaputt gegangen, da die Kühlkette unterbrochen wurde und der Impfstoff somit unbrauchbar geworden ist.

Der zweite richtige Fauxpas ereignete sich in Stralsund: Aufgrund eines individuellen Fehlers bei der Aufbereitung des Impfstoffes wurden acht Mitarbeitern eines Pflegeheims in Stralsund am Sonntag die fünffache Dosis des Corona-Impfstoffes verabreicht*, wie Stefan Kerth (SPD), der Landrat des Kreises Corpommern-Rügen, mitteilte. Vier der acht Betroffenen zeigten bereits grippeähnliche Symptome und wurden zur Beobachtung stationär im Krankenhaus aufgenommen.

Aber auch wenn die bundesweite Impfaktion im Kampf gegen das Coronavirus nicht immer reibungslos abläuft, gibt der Start der Impfungen ein wenig Hoffnung und Zuversicht, dass vielleicht schon bald ein Ende der Corona-Pandemie* in Sicht sein könnte. *echo24.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Rubriklistenbild: © Bodo Schackow/dpa

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