Coronavirus in Baden-Württemberg

Corona-Verordnung: Neue Grenze für die nächtliche Ausgangssperre in BaWü

  • Lisa Klein
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Mit der neuen Corona-Verordnung wurden die Bedingungen rund um die nächtliche Ausgangssperre in Baden-Württemberg geändert. Welche Regeln nun gelten.

Im Zuge der neuen Corona-Verordnung wurden auch die Regeln rund um die nächtlichen Ausgangssperren in Baden-Württemberg überarbeitet, wie *echo24.de berichtet. Die Schwelle, ab wann nächtliche Ausgangsbeschränkungen zwischen 21 und fünf Uhr verhängt werden können, wurde angepasst. Werden nun die Ausgangssperren für das Land zur Eindämmung der Corona-Pandemie schneller wieder eingeführt?

Bislang wurden nächtliche Ausgangssperren eingeführt, sobald ein Land- oder Stadtkreis über eine Woche lang einen höheren Inzidenzwert als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner aufwies. Diese Grenze wurde in Baden-Württemberg nun angepasst. Die Landesregierung hat die Schwelle allerdings nicht nach unten, sondern nach oben korrigiert.

Nächtliche Ausgangssperren in Baden-Württemberg: Diese Regeln gelten nun

Das Land Baden-Württemberg hat auf seiner Webseite eine Übersicht über alle Änderungen in der Corona-Verordnung veröffentlicht. Die neuen Regelungen sind ab dem 8. März gültig. Darin sind sowohl die grundlegenden Inzidenz-unabhängigen Lockerungen sowie zusätzliche Lockerungen* in Landkreisen mit einer stabilen 7-Tages-Inzidenz von unter 50 und 35 Neuinfektionen festgehalten, als auch die geltenden Regeln für die „Notbremse“ ab einem Inzidenzwert von über 100 Neuinfektionen.

Laut der neuen Verordnung soll es in Baden-Württemberg nächtliche Ausgangssperren ab jetzt nur noch für Land- und Stadtkreise geben, in denen der Inzidenzwert pro 100.000 Einwohner die Grenze von 100 Neuinfektionen überschreitet. „Wenn bei Berücksichtigung aller bisher getroffenen anderen Schutzmaßnahmen eine erhebliche Gefährdung der wirksamen Eindämmung der Verbreitung des Coronavirus besteht, ist der Aufenthalt außerhalb der Wohnung oder sonstigen Unterkunft in der Zeit von 21 Uhr bis 5 Uhr des Folgetags nur bei Vorliegen triftiger Gründe gestattet (siehe § 20 Absatz 6 Nummer 1 bis 12 der Corona-Verordnung)“, heißt es in der aktuellen Corona-Verordnung.

Diese Regeln gelten für Landkreise mit einer 7-Tage-Inzidenz über 100:

Erweiterte Kontaktbeschränkungen: Ein Haushalt plus eine weitere, nicht zum Haushalt gehörende Person. Kinder der jeweiligen Haushalte bis einschließlich 14 Jahre zählen dabei nicht mit.

Schließung von Museen, Galerien, zoologischen und botanischen Gärten sowie Gedenkstätten.

Schließung von Außensportanlagen für den Amateur und individuellen Freizeitsport. Individualsport ist nur mit den Angehörigen des eigenen Haushalts plus einer weiteren, nicht zum Haushalt gehörende Person erlaubt. 

Der Einzelhandel darf kein Click & Meet mehr anbieten.

Schließung von Betrieben zur Erbringung körpernaher Dienstleistungen (Kosmetik-, Nagel-, Massage-, Tattoo-, Sonnen- und Piercingstudios sowie kosmetische Fußpflegeeinrichtungen und ähnliche Einrichtungen) mit Ausnahme von medizinisch notwendigen Behandlungen, insbesondere Physio- und Ergotherapie, Logopädie, Podologie und Fußpflege.

Und noch mal explizit: „Der 7-Tage-Inzidenzwert für mögliche regionale Ausgangsbeschränkungen wird von 50 auf 100 angehoben.“ Aktuell sehen die Inzidenzwerte in Baden-Württemberg* vielversprechend aus. Sogar drei Kreise, darunter auch der Stadtkreis Heilbronn*, haben momentan eine 7-Tage-Inzidenz von 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner unterschritten (Stand: 8. März). Lediglich ein Landkreis liegt derzeit über der 100-Grenze und wird diese wohl so schnell nicht wieder unterschreiten: In Schwäbisch Hall beträgt die 7-Tage-Inzidenz sogar 173,3 Neuinfektionen. *echo24.de ist ein Angebot von IPPEN MEDIA.

Rubriklistenbild: © Kristina Schaefer/imago-images

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