Nach Bundesrat-Beschluss: Baden-Württemberg will schärfere Corona-Regeln

Ausgangssperre für Ungeimpfte? Baden-Württemberg prüft Corona-Regel

Ausgangssperre für Ungeimpfte in Baden-Württemberg
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Allgemeine Ausgangssperre für Ungeimpfte: Baden-Württemberg prüft Corona-Regel
  • Dominik Jahn
    VonDominik Jahn
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Noch radikalere Corona-Regelungen in Baden-Württemberg geplant. Damit kommt dann auch die Jugend immer mehr unter Druck.

Die drohende vierte Welle sorgt in Deutschland für eine neue Corona-Verordnung. Wie echo24.de berichtet hat, hat der Bundesrat bereits grünes Licht gegeben für neue Auflagen. Die Länder haben am Freitag dem neuen Infektionsschutzgesetzt - mit 3G am Arbeitsplatz und Homeoffice-Pflicht - zugestimmt. Doch Baden-Württemberg will noch mehr. Die Landesregierung plant eine noch heftigere Verschärfung der Corona-Regeln.

Auch wenn die neuen Beschlüsse des Bundesrates feststehen, und auch wenn die Corona-Notlage ausläuft, wollen die Verantwortlichen laut SWR-Informationen noch weitere Maßnahmen beschließen. Hintergrund ist eine Übergangsfrist bis Mitte Dezember. Die entsprechende Verordnung könnte in Baden-Württemberg bereits kommenden Donnerstag in Kraft treten.

Baden-Württemberg prüft Ausgangssperre für Ungeimpfte

Was soll dann kommen? Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann und seine Regierung setzen dabei wieder voll auf Ausgangsbeschränkungen. Derzeit wird geprüft, ob diese Regelung besonders für Ungeimpfte in bestimmten Regionen umgesetzt werden kann.

Dem SWR-Bericht zur Folge sollen diese Ausgangsbeschränkungen „nicht landesweit gelten, sondern nur in Regionen mit besonders hohen Inzidenzen und einer starken Belastung der Krankenhäuser“.

Härtere Corona-Regeln für Clubs und Bars in Baden-Württemberg möglich

Außerdem sind auch 2G-Plus-Regelungen für Bars, Clubs und Diskotheken noch nicht vom Tisch. Sie zählen auch in Baden-Württemberg zu den Bereichen mit einem besonderen Risiko. Sollte es soweit kommen, dann müssten geimpfte oder genesene Personen auch einen Antigen-Schnelltest vorweisen. Großveranstaltungen bekämen zudem eine Obergrenze.

Baden-Württemberg: Der Jugend droht die 2G-Regel

Neben den Ungeimpften rückt bei den Überlegungen zur Verschärfung der Corona-Regelungen in Baden-Württemberg jetzt auch die Jugend in den Fokus der Regierung. Geht es nach den Verantwortlichen dann, soll auch die 2G-Regel für 12- bis 17-Jährige kommen. Eine Sprecherin der Landesregierung erklärte am Freitag in Stuttgart, dass damit dann Schulkinder in diesem Alter entweder geimpft oder genesen sein müssen, um etwa Zugang zu Restaurants zu bekommen.

Ziel dieser geplanten Einschränkung sei es, dass sich mehr Jugendliche impfen lassen, um die weiter stark steigenden Infektionszahlen in den Griff zu bekommen. Für den Freizeitbereich soll es dann aber zunächst eine Übergangsphase bis nach den Weihnachtsferien geben.

Baden-Württemberg: Landtag will schnelle Beratung zu Corona-Beschlüssen

In Baden-Württemberg werden sich die Landtagsabgeordneten zunächst aber auch mit den Beschlüssen von Bund und Ländern auseinandersetzen. Wie der SWR meldet, trifft sich der Landtag am kommenden Mittwoch zu einer Sondersitzung. Die SPD-Fraktion drängte, laut der Meldung, angesichts der aktuell angespannten Corona-Lage bereits zu Beginn der Woche auf eine schnelle „Befassung des Parlaments mit den Maßnahmen“.

Die aktuellen Corona-Zahlen des Landesgesundheitsamtes von Baden-Württemberg finden sich immer mit einem täglichen Update im Coronavirus-Ticker von echo24.de.

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