Umgestürzte Bäume, kaputte Oberleitungen und Schnee und Glätte

Sturm-Tage in BW: Sturmtief „Antonia“ und die Schadensbilanz

  • Dominik Jahn
    VonDominik Jahn
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Baden-Württemberg: Polizei meldet die unterschiedlichsten Sturmschäden: Experten erklären wie es in den kommenden Tagen weitergeht.

Die vergangenen Tage waren in Baden-Württemberg und ganz Deutschland extrem stürmisch. Nachdem zunächst die Sturmtiefs „Ylenia“ und „Zeynep“ übers Land fegten, legte gerade in der Nacht von Sonntag auf Montag „Antonia“ nach. Wie echo24.de* berichtet haben Experten für einige Bereiche danach durchaus Lebensgefahr ausgerufen*.

In einer Mitteilung der Deutschen Presse-Agentur (dpa) wird zum Ende der Sturm-Tage das ganze Antonia-Ausmaß für Baden-Württemberg deutlich. Die Schadensbilanz im Überblick: das Sturmtief hat in den vergangenen Stunden im Südwesten für zerbeulte Autos und einige Behinderungen auf Straßen und Schienen. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) meldete Windgeschwindigkeiten von bis zu 100 Stundenkilometern.

„Antonia“: Sturmtief wirbelt Trampolin durch die Luft

In der Landeshauptstadt Stuttgart* wurden laut Polizeibericht mehrere umgestürzte Bäume gemeldet, die in den frühen Morgenstunden den Verkehrsfluss störten. In Reutlingen flogen demnach neben umgestürzten Schildern auch Trampoline von einem Garten in den anderen. Und auch im Landkreis Rottweil waren es in erster Linie entwurzelte Bäume, die einige Kreis- und Landstraßen unpassierbar machten.

Fünf parkende Autos machten in Murrhardt (Rems-Murr-Kreis) und Schwäbisch Gmünd (Ostalbkreis) unsanft Bekanntschaft mit umgestürzten Bäumen und dicken Ästen. Wie die dpa weiter schreibt, sei in der Nähe von Lorch ein Lastwagen auf einer Kreisstraße in einen umgefallenen Baum gefahren. Im Enzkreis wurde Polizeiangaben zufolge bei Birkenfeld ebenfalls eine Kreisstraße von einem entwurzelten Baum blockiert.

Und auch in den Landkreisen Biberach und Göppingen versperrten Bäume zahlreiche Straßen - es kam zu kleineren Unfällen. Zwei Menschen wurden dabei leicht verletzt. Die Polizei in Ludwigsburg meldete Äste auf der Fahrbahn und Gegenstände, die durch die Luft fliegen.

Sturmtief „Antonia“ fegt Bus von der Straße: 23 Kinder an Bord

Mit dem Sturmtief Antonia kam auch der Schnee in einige Regionen in Baden-Württemberg. So meldet die Polizei laut dpa in Ravensburg Schneeregen, umstürzenden Bäume und Probleme mit schneeglatter Fahrbahn. Eine Kombination, die einem Schulbus mit 23 Kindern an Bord zum Verhängnis wurde. Er kam bei Wolfegg im Kreis Ravensburg von der Straße ab und rutschte in den Straßengraben. Die Türen waren zunächst verklemmt, weshalb die Kinder den Bus für etwa eine halbe Stunde nicht verlassen konnten, erklärte eine Polizeisprecherin.

Verletzt wurde der Meldung zur Folge niemand.  Die Schüler seien anschließend mit einem Ersatzbus in die Schule gefahren worden. Der verunglückte Bus wurde durch eine Spezialfirma geborgen.

Bahnverkehr von Sturmtief „Antonia“ betroffen

Auch der Bahn- und Stadtbahnverkehr hat unter den Sturm-Tagen gelitten. Gegenüber der dpa sprach ein Sprecher des Karlsruher Verkehrsverbundes (KVV) sprach von vereinzelten Behinderungen. Eine Bahnsprecherin berichtete von Störungen im Regionalverkehr durch Geäst in den Oberleitungen oder durch Bäume auf den Gleisen.

Schon am frühen Morgen gegen 6 Uhr sei ein leerer Personenzug beim Bahnhof Posthalde auf einen Baum gefahren, der als Folge des Sturmtiefs Antonia auf die Oberleitung gestürzt war, teilte der Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald mit. Der Lokführer und zwei weitere Menschen des Zugpersonals seien unverletzt geblieben.

Nach „Antonia“: So geht‘s weiter mit den Stürmen in Baden-Württemberg

Bei all den Sturmschäden sehen Wetter-Experten einen positives Ende der Sturm-Tage um „Antonia“, „Ylenia“ und „Zeynep“. So heißt es im Bericht der Deutschen Presse-Agentur, die ganz großen Schäden seien ausgeblieben. Und ein DWD-Sprecher erklärte: „Im Flachland sei der Sturm eher etwas schwächer ausgefallen.“

Für die kommenden Tage kündigt sich etwas Sturm-Entspannung an. Für die Nacht zum Dienstag werden den Angaben zufolge nur noch im Bergland stürmische Böen erwartet. Es lohnt sich aber auch in Zukunft einen Blick auf das aktuelle Wetter für Baden-Württemberg* zu werfen. *echo24.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Federico Gambarini/dpa

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