Corona-Zahlen klettern in die Höhe

Ungeimpfte bekommen Druck: Kretschmann mit deutlicher Ansage

Ministerpräsident Winfried Kretschmann
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Kretschmann erhöht Druck auf Ungeimpfte: Harte Einschränkungen drohen.
  • Christina Rosenberger
    VonChristina Rosenberger
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Die Pandemielage spitzt sich erneut zu. Baden-Württembergs Ministerpräsident meldet sich mit einem klaren Statement zu Wort.

Der Corona-Krimi nimmt kein Ende. Wie schon im vergangenen Winter steigen auch im November 2021 die Infektionszahlen in Baden-Württemberg wieder rasant an*. Die Inzidenzen sind hoch wie nie, die Stadt Heilbronn beispielsweise liegt, Stand 11. November, bei 493,4 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen.

Außerdem füllen sich die Intensivstationen im Südwesten mit Covid-19-Infizierten und Krankenhäuser wie die SLK-Kliniken Heilbronn müssen bereits den Normalbetrieb einschränken, um Platz und Zeit für Corona-Patienten zu schaffen*. Immer wieder melden sich auch Politiker mit Warnungen zu Wort, wie echo24.de* berichtet.

Baden-Württemberg: Harte Einschränkungen für Ungeimpfte – Kretschmann verstärkt Druck

Beispielsweise ist es gerade mal eine Woche her, da sprach sich Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann für eine Impfpflicht in bestimmten Berufen* aus. Nun machte das Landesoberhaupt gegenüber dem SWR erneut Druck. Im Interview kündigte Kretschmann sogar drastische Maßnahmen für Ungeimpfte an. Sie seien die Träger der Pandemie, heißt es: „Sie müssen schon damit rechnen, dass für sie relativ harte Einschränkungen gelten“, sagte Kretschmann dem Südwestrundfunk.

Sie müssen schon damit rechnen, dass für sie relativ harte Einschränkungen gelten.

Winfried Kretschmann, Ministerpräsident Baden-Württemberg (Grüne) im SWR

Harte Eingriffe, wie beispielsweise die 2G-Regel, seien jetzt nötig, um die Pandemie in den Griff zu bekommen. Somit hätten Ungeimpfte keinen Zutritt mehr zu Restaurants, Kinos, Theatern, Konzerten oder Friseursalons. Und die Verschärfungen könnten schneller kommen, als viele vermuten würden. Während erst vor wenigen Tagen die Warnstufe für Baden-Württemberg in Kraft* trat, steht nun bereits die Alarmstufe kurz bevor* - und diese schließt eine 2G-Regel bereits mit ein.

Corona Baden-Württemberg: Auch Kritik an 2G – Experten sehen andere Lösung

Doch es gibt auch Kritik an dieser Maßnahme. Virologen wie Hendrik Streeck erklärten kürzlich, durch die 2G-Regel könnte die Gesellschaft noch weiter gespalten werden – außerdem sei ein viel dringenderes Problem, dass Geimpfte sich oft nicht mehr als Teil der Pandemie sehen und ihr Leben wie vor Corona leben.

Dabei fehlt oft das Verständnis dafür, dass auch Geimpfte – wenn auch selten – wegen des Coronavirus auf der Intensivstation landen können. Deshalb setzen die Experten gezielt eher auf eine Version der 1G-Regel*, bei der sowohl Ungeimpfte, als auch Geimpfte und Genesene regelmäßig auf Corona getestet werden sollen.

Die Landesregierung setzt derweil weiterhin auf die Impfkampagne. Immer wieder stockt das Sozialministerium Baden-Württemberg die Impfkapazitäten auf – seit dieser Woche sind mehr mobile Impfteams quer über das Land verteilt unterwegs*. Doch welche Verschärfungen in den nächsten Wochen noch kommen, ob die Maskenpflicht in Baden-Württembergs Schulen wieder eingeführt wird und wie Weihnachtsfeiern 2021 aussehen können, das wird sich wohl erst noch zeigen. *echo24.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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