Flussströmung wird häufig unterschätzt

Tödlicher Badeunfall in Stuttgart: Mann (50) springt in Neckar und ertrinkt

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Stuttgart: Ein 50-Jähriger wollte sich bei den hohen Temperaturen im Neckar abkühlen – und ertrinkt. (Symbolbild)
  • Lisa Klein
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Einen tödlichen Badeunfall hat es am Samstagnachmittag in Stuttgart gegeben. Ein 50-jähriger Mann ist in den Neckar gesprungen und ertrunken.

Vermutlich wollte sich ein 50-Jähriger in Stuttgart bei der aktuellen Hitze in Baden-Württemberg nur eine kurze Abkühlung gönnen – doch der Sprung in den Neckar endete für den Mann am Samstagnachmittag tödlich. Der Mann hatte sich laut Polizei mit einem Bekannten am Neckarufer in der Nähe der Wilhelmsbrücke zum Alkohol trinken getroffen. Wie die Polizei am Sonntag mitteilt, haben Zeugen bemerkt, wie der 50-Jährige „unvermittelt in den Neckar“ gesprungen ist. Danach war der Mann nicht mehr zu sehen.

Die Zeugen haben den Rettungsdienst und die Polizei verständigt. Bei der Suche nach dem 50-Jährigen war neben der Feuerwehr und der Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) auch ein Polizeihubschrauber im Einsatz. Doch jegliche Hilfe kam für den Mann zu spät – der 50-Jährige konnte erst „nach rund 30 Minuten von einem Taucher der Feuerwehr geborgen werden und verstarb nach vergeblicher Reanimation in einem Krankenhaus“, heißt es in der Polizeimeldung.

Tödlicher Badeunfall in Stuttgart: Strömung in Flüssen nicht unterschätzen

Die Strömung in Flüssen ist unberechenbar und wird häufig unterschätzt. Jedes Jahr kommt es deutschlandweit zu zahlreichen Badeunfällen, oftmals mit tödlichem Ausgang: Allein im Jahr 2021 ertranken laut DLRG in Deutschland mindestens 299 Menschen. Eine Abkühlung sollte sich daher besser in Badeseen oder Freibädern geholt werden.

Wer mit Kindern Baden geht, egal ob im Freibad oder Badesee, sollte ein besonders wachsames Auge haben: Denn Kinder ertrinken oftmals „lautlos“. Der DLRG hat im Jahr 2021 mit einem Video vor Badeunfällen gewarnt und aufgeklärt.

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