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Autonomes Parken am Flughafen Stuttgart: Bund macht Weg für die Zukunft frei

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Von: Simon Mones

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Eine Mercedes-Benz S-Klasse im Abgabebereich für das Automated Valet Parking.
Am Flughafen Stuttgart könnten die Autos künftig selbstständig einparken. © Daimler AG

Autonomes Parken könnte die Parkplatzsuche am Flughafen Stuttgart erheblich erleichtern. Getestet wurde es bereits. Nun macht das Bundesamt für Kraftfahrt den Weg dafür frei.

Update vom 20. Oktober: Nie wieder einen Parkplatz suchen? Das könnte schon bald Wirklichkeit werden. Am Flughafen Stuttgart wurde ein System zum autonomen Parken bereits im Rahmen einer großen Testphase erprobt, in Zusammenarbeit mit Daimler, Bosch und dem Parkraumbetreiber Apcoa das Automated Valet Parking (AVP).

Die Idee: Künftig sollen Fluggäste ihr Auto nur noch im Abgabebereich abstellen und dann entspannt zum Gate gehen können. Den Parkvorgang übernimmt das Auto dann selbstständig. Es genügt ein Knopfdruck in einer App. Das gilt auch für die Ausfahrt aus dem Parkhaus. Möglich ist das noch nicht, dafür fehlten bislang die entsprechenden Gesetze. Bis jetzt!

Bundesamt für Kraftfahrt nennen Bedingungen für das autonome Fahren

Wie 24auto.de berichtet, hat das Kraftfahrt-Bundesamt den Weg für das autonome Parken frei gemacht. Die Behörde hat einen Anforderungskatalog vorgelegt, in dem geregelt ist, welche Voraussetzungen Systeme zum sogenannten „Automated Valet Parking“ (AVP) für eine Zulassung in Deutschland erfüllen müssen.

Autohersteller können nun auf Basis des Katalogs die Genehmigung für die Nutzung automatisierter Parkdienste beantragen. In speziell ausgerüsteten Parkhäusern, wie beispielsweise am Flughafen Stuttgart, können die Autos sich dann mithilfe der Fahrassistenzsysteme eigenständig zur Parklücke und zurückbewegen – Autofahrer müssen beim Parken dann nichts mehr weiter tun.

So sieht das Parken der Zukunft am Flughafen Stuttgart aus

Erstmeldung vom 14. Oktober 2020: Endlich Urlaub! Mit dem Flieger geht es in den Süden, einem entspannten Urlaub steht also nichts mehr im Wege. Wäre da nicht die Parkplatzsuche am Flughafen. Die kann mit unter sehr stressig und frustrierend sein. Außerdem kosten die Parkplätze am Flughafen oft mehr als in der Umgebung - wer das umgehen willen, ist auf den Shuttlebus des Betreibers angewiesen.

In Zukunft könnte die Suche nach einem Stellplatz am Flughafen Stuttgart jedoch um einiges komfortabler und stressfreier werden. Wie bereits im Mercedes-Benz-Museum testen dort Daimler und Bosch zusammen mit dem Parkraumbetreiber Apcoa das Automated Valet Parking (AVP) im Parkhaus P6.

Daimler/Bosch: Testphase am Flughafen Stuttgart mit neuer Technik

Künftig sollen Fluggäste ihr Auto nur noch im Abgabebereich abstellen und dann entspannt zum Gate gehen können. Den Parkvorgang übernimmt das Auto dann selbstständig. Es genügt ein Knopfdruck in einer App. Das gilt auch für die Ausfahrt aus dem Parkhaus. Zunächst wird das weiterentwickelte System in einer Testphase erprobt.

Anders als im Mercedes-Benz-Museum ist am Flughafen Stuttgart auch die Einfahrt und Reservierung von Parkplätzen mit in den Prozess integriert. „Darüber ist im Parkhaus eine andere Sensorik verbaut: Es kommen hier im Flughafen Parkhaus nun unter der Decke angebrachte Stereo Kameras zum Einsatz und nicht wie im Museumsparkhaus LIDAR-Sensoren am Boden“, erklärte der Daimler-Sprecher Bernhard Wardin auf Anfrage von echo24.de.

Daimler/Bosch: Testphase am Flughafen Stuttgart mit Sicherheitsfahrer

„Unsere intelligente Parkhaus-Infrastruktur ist die Basis für das fahrerlose Parken der Zukunft“, erklärt Christoph Hartung, Mitglied des Bereichsvorstandes von Connected Mobility Solutions bei Bosch. Doch bevor es so weit ist, wird das System erst mal mit der neuen S-Klasse von Daimler und einem Sicherheitsfahrer im Parkhaus P6 am Flughafen Stuttgart erprobt, um den Serienbetrieb des AVP vorzubereiten.

„Gemeinsam mit den Behörden arbeiten Bosch und Mercedes-Benz an einer Lösung zur Genehmigung eines solchen fahrerlosen AVP-Betriebes mit Kundenfahrzeugen“, erklärt Annette Fischer von Bosch auf Anfrage von echo24.de. Doch welche Voraussetzungen müssen die Autos dazu erfüllen.

Daimler/Bosch: Weitere Parkhäuser sollen folgen

„Im Fahrzeug benötigen wir ein Kommunikationsmodul, elektrische Lenkung, Automatikgetriebe, AVP Steuergerät, redundantes Bremssystem und Keyless Go“, erklärt Daimler-Sprecher Wardin. Zunächst kommen am Flughafen Stuttgart aber erst einmal nur Fahrer der neuen S-Klasse in den Genuss des AVP, da diese als bislang einziges Serienfahrzeug über die nötige technische Ausstattung verfügt.

Eine S-Klasse fährt vollautomatisch durch das Parkhaus P6 am Flughafen Stuttgart.
Mit dem Automated Valet Parking gehört das Rangieren in engen Parkhäusern der Vergangenheit an. © Daimler AG

Nach dem Testbetrieb im Parkhaus P6 - das unter anderem wegen seiner Nähe zum Terminal des Flughafen Stuttgart ausgewählt wurde - soll der AVP künftig auch in weiteren Parkhäusern angeboten werden. Zudem wird das System derzeit von Bosch und Ford in den USA erprobt.

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