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Wetter August: Expertin erwartet „extreme Hitze“ – diese Regionen betroffen

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Von: Lisa Klein

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Der Juli war heiß und deutlich zu trocken – der Trend soll sich laut den aktuellen Wetterprognosen auch im August fortsetzen. Eine Expertin erwartet erneut „extreme Hitze“.

Der letzte Sommermonat bricht an. Ein Blick auf den 14-Tage-Trend zeigt: Das Wetter ändert sich kaum. Es bleibt auch im August heiß und vor allem zu trocken. Sonne satt gibt es zum Monatsanfang, dazu werden erneut Spitzenwerte von bis zu 35 Grad erwartet. Auch an „kühleren“ Tagen bewegen sich die Temperaturen vor allem im Süden Deutschlands tagsüber bei knapp unter 30 Grad. Eine Meteorologin erwartet erneut „extreme Hitze“ im August.

Wetter im August: Es bleibt trocken – Waldbrandgefahr weiterhin hoch

„Die Dürre wird Deutschland auch in den nächsten zwei Wochen weiterhin fest im Griff haben, denn es ist nicht wirklich viel Regen in Sicht“, erklärt die Meteorologin Corinna Borau in einem Video von wetter.com. Das bedeutet auch: Die Waldbrandgefahr wird weiterhin hoch bis sehr hoch bleiben. echo24.de berichtete bereits, was bei einem Waldbrand zu tun ist.

„Die Niederschlagsabweichung des europäischen Modells zeigt auch eindeutig, dass nicht viel Regen in Sicht ist“, erläutert die Wetter-Expertin anhand einer Niederschlagskarte. In vielen Regionen soll es „eher zu trocken als zu nass“ werden. Angesichts der anhaltenden Trockenheit gibt es mancherorts bereits erste Einschränkungen. So wurde in Heilbronner Parks ein Grillverbot verhängt, um Brände zu verhindern.

Wetter im August: Trockenheit dominiert, kaum Niederschläge – Wasserknappheit droht

Flächendeckenden Regen soll es nach den aktuellen Berechnungen für das Wetter im August nicht geben. Der Niederschlag kommt eher als kurze Schauer herunter, dazu sind „kräftige Gewitter“ möglich. Es muss sich also auf Unwetter im August eingestellt werden.

Vor allem für die aktuell sehr trockene Natur ist das keine gute Prognose. Die Wasserpegel in Baden-Württemberg sinken momentan immer weiter. Sowohl die Wasserstände in Flüssen, Bächen und Seen sind auf unterdurchschnittlichem Niveau als auch das Grundwasser. Baden-Württemberg kündigte bereits Rationierungen von Wasser als mögliche Maßnahme an. Im Hohenlohekreis ist das bereits passiert: Das Landratsamt schränkt die Wasserentnahme erheblich ein – und das trifft auch die Landwirtschaft.

Wetter im August: Expertin erwartet „extreme Hitze“ aus Spanien zum Monatsanfang

Und was machen die Temperaturen im August? Laut der Meteorologin Corinna Borau haben wir „über der Mitte und besonders im Süden von Deutschland eine positive Temperaturabweichung und das bedeutet, es kann auch noch mal richtig heiß werden.“ Anfang August könnte sich über Spanien den Wetterprognosen zufolge ein Tiefdruckgebiet einnisten. „Das könnte dann auch noch mal kurzzeitig extreme Hitze anzapfen“, erklärt die Expertin.

Die Prognosen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) für Anfang August bestätigen das. Mitte nächster Woche (KW 31) bahnt sich erneut eine Hitzewelle in Baden-Württemberg an und die Temperaturen klettern in Richtung 35 Grad, wie HEIDELBERG24.de berichtet.

Mit einer positiven Temperaturabweichung von satten 4,2 Grad war der August 2003 übrigens der wärmste seit Beginn der Wetteraufzeichnung. Das Temperaturmittel für den August (bezogen auf die Jahre 1961 bis 1990) liegt in Deutschland bei 16,5 Grad. Im Juli wurden bereits 40,1 Grad in Hamburg-Neuwiedenthal gemessen – der bundesweite Höchstwert 2022. Ob es im August einen weiteren Hitzehöhepunkt gibt, der diesen Spitzenwert übertrifft, wird sich zeigen. Ausgeschlossen ist das nicht.

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