Unangenehme Situation für die VW-Tochter

Riesige Rückrufaktion bei Audi: 100.000 Fahrzeuge aus neun Baureihen betroffen

Ein Audi-Logo leuchtet in der Morgendämmerung an einem Autohaus.
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Audi muss aktuell erneut 100.000 Fahrzeuge zurückrufen. (Symbolbild).
  • Christina Rosenberger
    VonChristina Rosenberger
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Wenn ein Autobauer Fahrzeuge zurückrufen muss, ist das schon im Normalfall ärgerlich, doch wenn dieselben Autos doppelt betroffen sind, wird es peinlich – und gefährlich.

Der Autobauer Audi mit Sitz in Ingolstadt und Neckarsulm* muss sich aktuell einer unangenehmen Situation stellen. Wie echo24.de* berichtete, mussten bereits im vergangenen August hunderttausende Fahrzeuge wegen Unfallgefahr zurück in die Werkstatt gerufen werden*. Wie das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) mitteilte, musste bei diesen Audi-Modellen überprüft werden, ob der Gasgenerator ordentlich abgedichtet ist. Durch den möglichen Defekt bestand die Gefahr, dass der Airbag fehlerhaft auslöst und so einen verminderten Schutz bietet.

Weltweit waren im August von diesem Rückruf über 150.000 Autos der Modelle A4, A5, A6, A7, A8, Q5, Q7, Q8 und E-Tron aus den Baujahren 2019 bis 2021 betroffen, nun müssen viele der Fahrzeuge erneut in die Werkstatt. Wie mehrere Medien berichten, sind diesmal erneut über 100.000 Fahrzeuge von dem Rückruf betroffen. Diverse Audi-Kunden hatten sich nach der Durchführung der Aktion vom August über eine ungleichmäßige, bzw. vorzeitige Abnutzung ihrer Hinterreifen beschwert, berichtet Focus.

Rückruf bei Audi: 100.000 Fahrzeuge aus neun Baureihen müssen in die Werkstatt

Das KBA erklärte hierzu: „Aufgrund von Spannungsrisskorrosion kann es zu erhöhtem Spiel zwischen Achslenker und Radträger kommen, wodurch das Fahrverhalten eingeschränkt ist“, der Grund für den Fehler liegt wohl in einer fehlerhaften Arbeitsanweisung von Audi an die Werkstätten. Die Fahrwerke hätten demnach schon bei der Rückrufaktion im vergangenen Sommer ausgebessert werden sollen.

Betroffene Audi-Kunden sollten diesen Rückruf in jedem Fall wahrnehmen, denn die verstellten Spureinstellungen können, wie auch t-online.de berichtet, im Extremfall zu einem Druckverlust der Reifen führen, was dann in gefährlichen Reifenplatzern enden kann. Doch Besitzer der betroffenen Modelle sollten auch einige Stunden Zeit in die Werkstatt mitbringen. Der Rückruf läuft unter dem Kürzel „42L5“ und die nachgeholte Fahrwerksvermessung samt eventuell fälliger Neueinstellung und Reifentausch dauert laut KBA zwischen zwei und 3,5 Stunden.

Riesen-Rückruf bei Audi: Sicherheit im Fahrzeug sollte jederzeit gewährleistet sein

Generell lohnt es sich allerdings für alle Autofahrer, auf die Sicherheit des eigenen Fahrzeugs zu achten. So ist es wichtig, immer die aktuellen Regeländerungen für Autofahrer* zu kennen, zu wissen, wie der Sicherheitsgurt korrekt angelegt wird*, und zu kontrollieren, ob alle Materialien im Verbandskasten vollständig und noch haltbar* sind.

Denn nach einem durch Corona recht entspannten Jahr 2020 mit Lockdowns, Quarantäne und Homeoffice, gab es 2021 bereits wieder mehr Verkehr auf Deutschlands Straßen. Der ADAC machte in seiner Staubilanz sogar die nervigste Stau-Strecke ausfindig*. Demnach gab es auch auf Autobahnen in Baden-Württemberg viel Verkehr* und gleich mehrere Autobahnabschnitte schafften es unter die Top 10 der bundesweit staureichsten Straßen. *echo24.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.