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AKW Neckarwestheim im Streckbetrieb: EnBW spricht über Vorbereitungen

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Von: Dominik Jahn

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Die verbleibenden drei deutschen Atomkraftwerke Isar 2, Neckarwestheim 2 sowie Emsland sollen bis zum 15. April kommenden Jahres weiterlaufen. Beim Unternehmen EnBW hat man sich jetzt über alte Brennelemente und Risse in Rohren geäußert.

Bis Mitte April 2023 sollen die letzten drei Atomkraftwerke in Deutschland weiterlaufen. Erst am 18. Oktober hatte Bundeskanzler Kanzler Olaf Scholz im Streit über die Laufzeiten ein Machtwort gesprochen, wie echo24.de im AKW-Newsblog berichtet hat. Jetzt bereitet sich das AKW Neckarwestheim 2 in Baden-Württemberg auf den Streckbetrieb vor.

Das Kernkraftwerk Neckarwestheim II im Kreis Heilbronn wird von der EnBW Kernkraft GmbH betrieben. Von den Verantwortlichen gab es erste Einblicke in den aktuellen Stand und zu den Plänen der Vorbereitungen.

AKW Neckarwestheim 2: EnBW nimmt Stellung zu Vorbereitung auf Streckbetrieb

Gegenüber dem SWR haben sich die EnBW-Betreiber unter anderem zum Einsatz gebrauchter Brennelemente und über die Sicherheit des Atomkraftwerks 2 in Neckarwestheim geäußert. Bereits am 27. September hatte echo24.de über die ersten Reaktionen des Unternehmens berichtet.

Unternehmen:EnBW Energie Baden-Württemberg AG
Umsatz:32,1 Milliarden EUR (2021)
Hauptsitz:Karlsruhe
Gründung:1997

Damals hieß es: „Sollte die Bundesregierung entscheiden, dass eine weitere Stromproduktion erforderlich ist, werde der Reaktorkern der Anlage mit vorhandenen teilverbrauchten Brennelementen neu zusammengesetzt und wieder hochgefahren. Das solle eine Produktion von bis zu 1,7 Milliarden Kilowattstunden Strom gewährleisten“.

EnBW über gebrauchte Brennelemente und Rissen in Rohren

Jetzt erklärt die EnBW auf SWR-Nachfrage zu den Brennstäben, dass ausschließlich gebrauchte Brennelemente zum Einsatz kommen. Dem Artikel zufolge sind auch solche darunter, die derzeit außerhalb des Reaktordruckbehälters gelagert werden. Diese wurden zwar bereits in früheren Betriebszyklen genutzt, sollen laut Beitrag aber noch über einen relevanten Energiegehalt verfügen.

Auch die Sicherheit des AKW Neckarwestheim 2 bleibt ein Thema. Im September lag der Fokus auf einem Weiterbetrieb trotz Rissen. Auch dazu hat die EnBW gegenüber dem Sender Stellung genommen. Ein Streckbetrieb sei sicherheitstechnisch bei der Anlage unbedenklich, Risse in den Rohren seien geschlossen. 

Sicherheit des Dampferzeugers des AKW Neckarwestheim gewährleistet

Das offizielle Schreiben der EnBW dazu hat der SWR im Wortlaut übernommen: „Alle Dampferzeuger-Heizrohre sind dicht. Darüber bestand und besteht bereits im laufenden Betrieb Klarheit.“

Dem Dampferzeuger des AKW Neckarwestheim sei ebenfalls durch Fachgutachten, die im Auftrag des Umweltministeriums erstellt wurden, die Sicherheit ausgestellt.

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