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Aktivisten legen Berufsverkehr in Ludwigsburg lahm – wütende Autofahrer 

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Von: Dominik Jahn

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Blockade von Aktivisten der "Letzten Generation" in Ludwigsburg
Stau auf der B27 in Ludwigsburg - Klimaschützer stoppen den Berufsverkehr. © dpa/ Bernd Weißbrod

In Ludwigsburg haben am Donnerstagmorgen Aktivisten der „Letzten Generation“ den Berufsverkehr lahmgelegt. Die Polizei reagierte teils emotional und äußerte deutlich ihre Meinung.

„Nichts geht mehr auf der B27 in Ludwigsburg“, hieß es am Donnerstagmorgen im Berufsverkehr und darüber hinaus. Wie unter anderem die „Stuttgarter Nachrichten“ und „Stuttgarter Zeitung“ melden, hatten Aktivisten der „Letzten Generation“ die Fahrbahnseite der Stuttgarter Straße in Richtung Stuttgart auf Höhe des Forums blockiert. Zwei der Klimaschützer klebten sich demnach auf der Fahrbahn fest.

Dem Bericht nach war die Polizei rund zehn Minuten nach Beginn der Aktion vor Ort. Beamte trugen die Aktivisten weg. Nur einem gelang es, auf der Fahrbahn zu bleiben. Er hatte sich den Angaben nach besonders nachhaltig festgeklebt. Ein anderer, so heißt es im Beitrag, „konnte schnell entfernt werden“. Los ging das Ganze gegen 7.30 Uhr.

Polizei reagiert emotional auf Aktivisten: „... nicht so einen Scheiß bauen.“

Eine Gruppe mit etwa 15 Klimaschützern näherte sich dem Bericht zufolge von der Innenstadt aus dem Fußgängerüberweg. Weiter hieß es: „Bei Grün postierten sich fünf von ihnen auf der Fahrbahn und rollten Transparente aus“. Wie aus dem Artikel auch hervorgeht, waren die Polizisten bei ihrem Einsatz nicht ganz frei vom Emotionen. Den Schutz aller Beteiligten im Blick habend, erklärte einer der Beamten: „Es gibt auch Leute, die sich für den Klimaschutz einsetzen und nicht so einen Scheiß bauen.“

Die Polizei schaffte es schließlich, die Straße nach etwa zehn Minuten freizuräumen. Der festgeklebte Aktivist blieb auf der Fahrbahn ganz rechts sitzen. Der Verkehr musste um den Mann herumgeleitet werden. Eine Sanitäterin kümmerte sich um die festgeklebte Hand. Was auch ganz deutlich wird in dem Bericht, die betroffenen Autofahrer reagierten wütend. Das Verständnis für solche Aktionen hält sich in Grenzen.

Blockade von Aktivisten der "Letzten Generation" in Ludwigsburg
Die betroffenen Autofahrer reagierten wütend. Einer riss den Blockierern sogar die Transparente aus der Hand. © dpa/ Bernd Weißbrod

Dazu heißt es: „Einige stiegen aus, beschimpften die Aktivisten und verlangten von ihnen, die Fahrbahn freizugeben. „Wir müssen arbeiten, geht auch ihr arbeiten“, rief einer von ihnen wutentbrannt. Er riss den Blockierern sogar die Transparente aus der Hand.“

Klebe-Aktivist von Ludwigsburg bekommt Strafanzeige

Der Klebe-Aktivist muss derweil mit einer Strafanzeige wegen Nötigung rechnen, teilte ein Polizeisprecher vor Ort mit. Die Ordnungshüter lösten die nicht angemeldete Versammlung der Gruppe gegen 8 Uhr auf. Da nicht alle Demonstranten freiwillig gehen wollten, kam es zu Festnahmen.

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