Neue Maßnahmen im öffentlichen Nahverkehr

3G-Pflicht in Bus und Bahn: Was jetzt in Baden-Württemberg gilt

  • Christina Rosenberger
    VonChristina Rosenberger
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Wer in Baden-Württemberg mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs ist, der muss sich jetzt an neue Regeln halten. Es gibt aber auch Ausnahmen.

Es ist ein Bild, das wir in Baden-Württemberg mittlerweile gut kennen - Menschen mit Masken tummeln sich in den Innenstädten, in Discountern und auch in Bus und Bahn. Doch während für Bereiche wie den Einzelhandel laut Corona-Verordnung bereits ab der Alarmstufe die 3G-Pflicht greift, gab es bisher noch keine Regelverschärfungen für den Öffentlichen Nahverkehr. Das ändert sich nun.

Denn die Corona-Zahlen steigen weiter. Die Baden-Württembergische Landesregierung und auch der Bund verschärfen die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie immer wieder. Deshalb tritt auch am Mittwoch, 24. November, die 3G-Pflicht in Bus und Bahn in Kraft. In einer Mitteilung des Verkehrsministeriums heißt es: „Fahrgäste sind verpflichtet, auf Nachfrage nun einen Nachweis über Impfung, Genesung oder ein aktuelles negatives Testergebnis vorzuweisen.“

3G in Bus und Bahn: Diese Regeln gelten jetzt in öffentlichen Verkehrsmitteln

Diese neue Regelung kommt mit dem neuen Bundesinfektionsschutzgesetz, das in ganz Deutschland gilt. Doch auch Baden-Württembergs Verkehrsminister Winfried Hermann befürwortet diesen Schritt. „Gesundheitsschutz geht für uns vor. Bitte ab morgen nur noch geimpft, genesen oder getestet in Bussen und Bahn unterwegs sein“, appelliert der Grünen-Politiker am Dienstag in Stuttgart und geht sogar noch weiter. Wer sich nicht daran halte, riskiere ein Bußgeld von mindestens 200 Euro.

Wer sich nicht daran hält, gefährdet sich und andere und riskiert ein Bußgeld von mindestens 200 Euro. Es wird stichpunktartige Kontrollen geben.

Winfried Hermann, Verkehrsminister Baden-Württemberg

Kontrolliert wird das neue Gesetz laut Mitteilung des Verkehrsministeriums stichprobenhaft. Dabei unterstützen Polizeibeamte die Mitarbeiter von Bus- und Bahnunternehmen. Schon für den 24. November sind die ersten Schwerpunktkontrollen geplant.

3G in Bus und Bahn: Diese Dokumente müssen ab sofort im ÖPNV mitgeführt werden

Wichtig ist dabei zu wissen, dass Selbsttests für den Eigengebrauch nicht als Nachweis akzeptiert werden. Der negative Schnelltest muss von einer zertifizierten Stelle kommen und einen offiziellen Testnachweis beinhalten. Immerhin ist ein Antigen-Schnelltest pro Woche bei den Bürgertests wieder kostenlos. Als gültige Nachweise gelten:

  • Der Impfnachweis, wenn die letzte Impfung mintestens 14 Tage zurückliegt
  • Der Genesenennachweis, wenn er nicht älter als 180 Tage ist
  • Ein negativer Antigen-Schnelltest mit offiziellem Zertifikat - er darf nicht älter als 24 Stunden sein
  • Ein negativer PCR-Test, der nicht älter als 48 Stunden ist
  • Ein Personalausweis oder Reisepass muss immer mitgeführt werden, um die Identität einwandfrei nachweisen zu können.

Doch es gibt auch Ausnahmen von der neuen 3G-Regelung in Bus und Bahn. Kinder, die das sechste Lebensjahr noch nicht vollendet haben, müssen keinen Nachweis erbringen - genauso sind Schüler von der 3G-Pflicht ausgenommen. Auch die Beförderung in Taxen bleibt frei von der 3G-Regelung. Eine medizinische Maske muss allerdings auch weiterhin zwingend im öffentlichen Nahverkehr getragen werden. Auch hier droht bei Nichtbeachtung eine erhebliche Strafe.

Rubriklistenbild: © Christoph Schmidt/dpa

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