Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie

Corona-Regeln im Überblick: Das bedeuten 1G, 2G, 3G und 3G-Plus konkret

Coronavirus
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Ein Schild weist auf die 3G-Regelung (geimpft, genesen, getestet) hin.
  • Christina Rosenberger
    VonChristina Rosenberger
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Wer darf ins Restaurant, wer darf Konzerte besuchen - und welche Voraussetzungen müssen dafür erfüllt werden? Unter Corona-Bedingungen gar keine so einfache Frage. Hier eine Übersicht:

Während der Corona-Pandemie ist das öffentliche Leben eine komplizierte Angelegenheit geworden. Monatelang waren Restaurants, Kinos und Museen komplett geschlossen, doch auch als kulturelles Leben wieder möglich wurde, blieb es kompliziert. Denn je nach Corona-Zahlen galten unterschiedliche Regeln.

So auch heute noch. Denn wie echo24.de* berichtet, steigen die Inzidenzen wieder* und wer beispielsweise in ein Café oder eine Ausstellung gehen möchte, der muss sich erstmal informieren, ob 1G, 2G, 3G oder gar 3G-Plus gilt.

1G, 2G, 3G-Plus: So werden die verschiedenen Regeln definiert

In Baden-Württemberg etwa gilt aktuell noch die 3G Plus-Regel - in der Warnstufe der aktuellen Corona-Verordnung. Doch auch 2G ist mit Erreichen der Alarmstufe möglich*. Derweil fordern allerdings gleich mehrere Virologen, von 2G auf 1G umzuschwenken. Aber was bedeuten 1G, 2G oder 3G-Plus?

3G-Regel: Geimpft, Genesen oder Getestet

Zunächst einmal gibt es die 3G-Regel, die Baden-Württemberg schon monatelang begleitet. Diese besagt, dass jeder in ein Restaurant, Kino oder Theater eintreten darf, der geimpft, genesen oder getestet ist. Wer also nicht vollständig gegen das Coronavirus immunisiert ist, durch Impfung oder Genesung, kann einen Antigen-Schnelltest oder einen PCR-Test machen lassen und somit genauso an Veranstaltungen teilnehmen, wie alle anderen auch.

3G-Plus-Regel: Antigen-Schnelltest nicht ausreichend

Eine kleine Abweichung, und eine neue Hürde für Ungeimpfte, bringt dann die nächste Stufe: 3G-Plus. Diese bedeutet, dass ebenfalls Geimpfte, Genesene und auch negativ Getestete Zutritt haben. Allerdings reicht in diesem Fall ein Antigen-Schnelltest nicht mehr aus. Nur ein negativer PCR-Test wird noch als Nachweis akzeptiert.

Die Problematik dabei: PCR-Tests sind teurer als Schnelltests und sie müssen etwa einen Tag vor dem geplanten Restaurant- oder Kinobesuch gemacht werden. Denn die Auswertung eines PCR-Tests findet im Labor statt. Immerhin ist das Testergebnis dann auch 48 Stunden lang gültig, bei Schnelltests sind es nur 24 Stunden.

2G-Regel: Lockdown für Ungeimpfte

Die nächste Verschärfung kommt dann mit Inkrafttreten der 2G-Regel. Die zwei „G“ stehen hier für „geimpft“ und „genesen“. Bedeutet: Nur diese Personengruppen haben noch Zutritt zu Kultureinrichtungen, Gastronomie, Fitnessstudios oder Krankenhäusern. Als Nachweis gilt nur ein gültiges Genesenen- oder Impfzertifikat.

Wann die 2G-Regel zum Einsatz kommt, ist von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich. In Baden-Württemberg könnte es allerdings schon bald so weit sein. Denn mit der Alarmstufe, die kurz bevorsteht, gilt dann auch die 2G-Regel in vielen öffentlichen Bereichen.

2G-Plus-Regel: Testpflicht für Geimpfte oder Genesene

Doch damit noch nicht genug! Auch eine 2G-Plus-Regel gibt es, und diese ist wiederum eine Verschärfung der 2G-Regel. Sie besagt, dass für Geimpfte und Genesene zusätzlich eine Testpflicht beispielsweise für Großveranstaltungen besteht. Allerdings gilt hier ebenfalls: Ungeimpfte haben auch mit negativem Testergebnis keinen Zutritt zu Veranstaltungen oder Restaurants.

Die Testpflicht soll quasi keine zusätzliche Zutrittsmöglichkeit bieten, sondern lediglich eine zusätzliche Sicherheit zur 2G-Regel schaffen. In Baden-Württemberg steht dieses Modell allerdings bisher nicht zur Debatte - in Berlin wird es derzeit diskutiert.

1G-Regel: Verschiedene Bedeutungen dieses Modells

Schließlich gibt es noch die 1G-Regel. Diese wird bisher nur selten angewandt, doch Virologen sehen dieses Modell als sinnvoll an. Es ist allerdings auch nicht so klar definiert. Die Version von 1G, die Experten fordern, ist die, bei der jeder getestet wird* - ob genesen, geimpft oder ungeimpft. Laut dem Bonner Virologen Hendrik Streeck hätte dieses Modell gleich mehrere Vorteile.

Erstens müsste man Ungeimpfte nicht mehr vom öffentlichen Leben ausschließen und erhalte keine Kluft in der Bevölkerung. Zweitens müsse man bedenken, dass auch Geimpfte und Genesene sich noch mit Corona infizieren können - allerdings benehmen sie sich häufig, als wären sie „nicht mehr Teil der Pandemie und verhalten sich auch entsprechend risikoreich.“

Doch diese Version von 1G ist nicht die Einzige, die existiert. Ein Berliner Wirt beispielsweise wurde bekannt, weil er bei seinem Oktoberfest ausschließlich geimpfte Gäste hereinlassen wollte. Nicht nur Getestete, sondern auch Genesene mit Zertifikat sollten keinen Zutritt zu der Veranstaltung erhalten. Diese Form der 1G-Regel wird bisher jedoch kaum irgendwo angewandt.*echo24.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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