Attentat am Flughafen Atatürk

Terroranschlag in Istanbul: Was wir wissen und was nicht

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Einschusslöcher zeugen von den Ereignissen am Istanbuler Flughafen am Dienstag. Wer diese Kugel abgefeuert hat, ist noch unklar.

Istanbul - Bei einem Anschlag am Dienstagabend am Flughafen Atatürk in Istanbul sind dutzende Menschen ums Leben gekommen. Hier finden Sie einen Überblick über die Fakten und die offenen Fragen.

Update vom 15. Juli 2016: In Nizza hat sich ein mutmaßlicher Terror-Anschlag ereignet. Ein Lkw raste am Nationalfeiertag in eine Menschenmenge, mindestens 80 Menschen starben. Hier erfahren Sie alles zum Anschlag in Nizza in unserem Live-Ticker.

Alle Nachrichten zum Anschlag auf den Flughafen in Istanbul erhalten Sie in unserem News-Ticker. Im Folgenden finden Sie den aktuellen Wissensstand zu den Selbstmordattentaten - übersichtlich gegliedert.

Was wir wissen:

  • Insgesamt sind 44 Menschen, davon 19 Ausländer, bei dem Anschlag getötet worden. Behörden sprechen von 240 Verletzten. Mit den drei Selbstmordattentätern steigt die Zahl der Toten auf 46. 
  • Bei den ausländischen Todesopfern handele es sich um fünf Saudis, zwei Iraker, einen Tunesier, einen Usbeken, einen Chinesen, einen Iraner, einen Ukrainer und einen Jordanier und vier Afghanen. Deutsche sind nach dieser Auflistung nicht betroffen.

    Die Behörden gehen von insgesamt drei Attentätern aus.
  • Die Attentäter stammen aus Rekrutierungsgebieten der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) im Kaukasus und in Zentralasien. Die Selbstmordattentäter seienein Usbeke, ein Kirgise und ein russischer Staatsbürger gewesen.
  • Ein Täter sprengte sich nach Angaben aus Regierungskreisen vor dem Eingangsbereich zum Internationalen Terminal vor den Sicherheitskontrollen in die Luft. Durch das entstandene Chaos gelangte ein zweiter Täter ins Gebäude. Er zündete seinen Sprengsatz im ersten Stock der Abflughalle. 
  • Der dritte Selbstmordattentäter ließ den Sprengsatz auf einem Parkplatz vor dem Flughafen detonieren.
  • Die Täter sind mit dem Taxi zu Flughafen gefahren.
  • Am Donnerstagmittag wurden in der Türkei nach Razzien 13 Verdächtige festgenommen, darunter drei Ausländer.
  • Es gibt keine Warnung des Auswärtigen Amtes vor Reisen nach Istanbul oder in die Türkei. Auf der offiziellen Homepage findet sich lediglich ein Hinweis an Reisende vor Ort, sie sollen sich an ihre Reiseveranstalter wenden und die aktuellen Medienberichte verfolgen.
  • Der Flugverkehr kam am Dienstagabend zum Erliegen. Am Mittwochmorgen wurde der Flugverkehr wieder aufgenommen. Die Begründung: Man wolle ein logistisches Chaos vermeiden. Trotz der Wiederaufnahme entfallen oder verspäten sich etliche Flüge.

Was wir nicht wissen

  • Bis auf ihre Herkunft ist zu den Tätern bislang noch nichts bekannt. Bislang hat sich auch noch keine Terrorgruppierung offiziell zu dem Anschlag bekannt. Der türkische Ministerpräsident Binali Yildirim verkündete aber am Mittwoch, dass es Hinweise auf die Terrormiliz Islamischer Staat als Urheber gibt.
  • Nach ersten Erkenntnissen haben die Angreifer zunächst das Feuer eröffnet und sich dann in die Luft gesprengt. Die Behörden ermitteln derzeit derzeit den konkreten Ablauf.

Bilder: Der Tag nach den Anschlägen am Istanbuler Flughafen

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