Partei in der Krise

Forsa-Umfrage: SPD rutscht erstmals unter 20 Prozent

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SPD-Chef Sigmar Gabriel.

Berlin - Die SPD rutscht in der jüngsten Forsa-Umfrage in der Wählergunst erstmals seit vielen Jahren unter die 20-Prozent-Marke. Zwei Parteien konnten hingegen leicht dazu gewinnen.

Die SPD ist in einer weiteren Umfrage unter die 20-Prozent-Marke abgerutscht. In dem am Mittwoch veröffentlichten "stern-RTL-Wahltrend" fiel die Partei im Vergleich zur Vorwoche um zwei Prozentpunkte auf 19 Prozent. Das war nach Angaben der auftraggebenden Medien für die Sozialdemokraten ein neuer Tiefststand.

Zuvor hatte die SPD auch in anderen Umfragen Negativrekorde eingefahren. Im April rutschte sie im Insa-Wahlcheck für die "Bild am Sonntag" auf unter 20 Prozent ab, Anfang Mai verzeichnete sie im ARD-"Deutschlandtrend" mit 20 Prozent den schlechtesten im Rahmen dieser Umfrage je für sie gemessenen Wert.

Die SPD befindet sich derzeit unter Druck. Jüngst sorgte Parteichef Sigmar Gabriel mit einem Vorschlag für Unruhe, den Kanzlerkandidaten per Mitgliederentscheid zu bestimmen. Eine Fortsetzung der GroKo im nächsten Jahr erscheint derzeit fraglich. Kürzlich hatte Parteimitglied Guido Reil mit einem emotionalen Facebook-Post, in dem er seinen Austritt aus nach 26 Jahren erklärte, für Aufsehen gesorgt.

Grüne und AfD gewinnen einen Prozentpunkt

Die Unionsparteien CDU und CSU lagen im neuen Wahltrend stabil bei 34 Prozent, die Grünen gewannen einen Prozentpunkt dazu und kamen auf 14 Prozent. Die AfD verbesserte sich um einen Prozentpunkt auf nun elf Prozent. Die Linken blieben unverändert bei neun Prozent und die FDP verlor einen Prozentpunkt auf sieben Prozent.

Das Forsa-Institut befragte vom 9. bis 13. Mai 2016 im Auftrag des Magazins stern und des Fernsehsenders RTL 2501 repräsentativ ausgesuchte Bundesbürger, die durch eine computergesteuerte Zufallsstichprobe ermittelt wurden. Die statistische Fehlertoleranz liegt bei +/- 2,5 Prozentpunkten.

afp/dpa

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