Panik nach vermeintlichen Schüssen am Flughafen von L.A.

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Der LAX Flughafen in Los Angeles ist der zweitgrößte Flughafen der USA und der fünftgrößte weltweit. Foto: Michael Nelson

Fluchtartig verlassen Menschen den Flughafen von Los Angeles, manche rennen auf das Rollfeld. Grund sind Berichte über Schüsse. Die Polizei findet aber nur einen Mann in einem Zorro-Kostüm.

Los Angeles (dpa) - Großeinsatz in Zeiten der Terrorangst: Wegen eines Fehlalarms ist das zentrale Terminal des internationalen Flughafens von Los Angeles geschlossen worden. Zuvor war von Schüssen berichtet worden. Die Polizei twitterte, es seien nur laute Geräusche gewesen.

Bei dem Polizeieinsatz wurde nach Angaben des Flughafens ein Mann festgenommen, der als Zorro verkleidet war. Wie die Romanfigur war er ganz in Schwarz gekleidet, einschließlich Cape und Hut.

Ein bei Twitter häufig geteiltes Video zeigt, wie sechs Polizisten den Mann vor einem Eingang des Flughafens umstellen. Auf ihre Anweisung legt er sich auf den Boden. Wiederholt ruft er, sein Schwert sei nur aus Plastik. Es blieb unklar, ob er der Auslöser des Alarms war und ob die beiden Vorfälle zusammenhingen.

In den USA kommt es wegen grassierender Terrorängste oft zu Berichten über angebliche Schüsse. Sehr oft stellen sie sich als unbegründet heraus, lösen aber trotzdem Evakuierungen und auch Panik aus. Erst Anfang August war ein Terminal des John-F.-Kennedy-Flughafens in New York wegen falscher Berichte über Schüsse evakuiert worden.

Die US-Luftfahrtbehörde stoppte vorübergehend alle Kurzstreckenflüge zum Los Angeles International Airport. Grund seien Passagiere, die auf das Flugfeld gelaufen seien, zitierte der Fernsehsender NBC einen Flughafensprecher. Insgesamt wurden 281 Flüge verspätet.

In sozialen Medien veröffentlichte Fotos zeigen zahlreiche Menschen auf dem Rollfeld. Videos und TV-Berichte zeigten, wie Menschen panisch aus dem Flughafen flohen.

Die Polizei durchsuchte alle Terminals und gab nach etwa zwei Stunden Entwarnung. Weder seien Schüsse gefallen, noch gebe es Verletzte, erklärte der Sprecher.

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