Virutelles Duell eskalierte

Messerstecherei mit Pokémon-Go-Spielern - dann drehten Schaulustige durch

Bremen - Am Mittwoch Abend wurde die Polizei zu einer Schlägerei gerufen, bei der auch ein Messer eingesetzt wurde. Die Beteiligten sollen beim "Pokémon Go" spielen in Streit geraten sein.

Der Hype um das Spiel "Pokémon Go" hält an - und sorgt für befremdliche Nachrichten. Im Bremer Stadtteil Vegesack musste die Polizei am Mittwoch Abend gegen 23.30 Uhr wegen einer Schlägerei ausrücken, bei der auch ein Messer zum Einsatz kam. Laut Polizei waren die insgesamt sieben Tatbeteiligten zwischen 19 und 23 Jahren alt. Vier von ihnen mussten mit Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert werden.

Wie die Polizei gegenüber der "Bild" bestätigt hat, trafen sich die Jugendlichen zum gemeinsamen "Pokémon Go"-Spielen und duellierten sich in einer virtuellen Arena. Aus bisher ungeklärten Gründen kam es dann zu einer Auseinandersetzung, in deren Verlauf einer der Spieler ein Messer zückte und auf mehrere seiner Kontrahenten einstach.

Passanten mischten sich ein und behinderten die Polizisten

Beim Eintreffen von Polizei und Krankenwagen sollen 20 bis 25 Schaulustige vor Ort gewesen sein, die die Helfer und die Beamten bedrängten und sich lautstark in den Streit einmischten. Die Polizei musste nach einigen Angaben Verstärkung hinzuziehen, um die Lage unter Kontrolle zu bringen.

Doch der Einsatz war noch nicht beendet: Im Krankenhaus mussten die Beamten erneut einschreiten, als etwa 30 Angehörige eines Verletzten versuchten, zu ihrem Verwandten zu gelangen. Drei der jungen Männer erlitten Stich- und Schnittverletzungen, ein weiterer zog sich Verletzungen im Gesicht zu. Lebensgefahr besteht nicht.

Die Tatbeteiligten sind polizeibekannt. Die genauen Ermittlungen zur Streitursache laufen.

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Das Spiel "Pokémon Go" ist seit 13.07.2016 in Deutschland auf dem Markt und sorgte schon für zahlreiche kuriose Meldungen: In Düsseldorf musste eine Brücke gesperrt werden und Anwohner klagen nachts über Lärm.

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Rubriklistenbild: © dpa

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