Passagiere saßen über Nacht fest

Seilbahnbetrieb am Montblanc wieder aufgenommen

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Auf dem Archivbild ist die Seilbahn zwischen Aiguille du Midi und Pointe Helbronner in Italien zu sehen. 

Chamonix-Mont-Blanc - 110 Passagiere einer Seilbahn sind am Donnerstag auf 3800 Metern Höhe in den französischen Alpen steckengeblieben. Inzwischen konnte der Betrieb der Seilbahn wieder aufgenommen werden.

Ihre Gondeln seien am Nachmittag angehalten worden, nachdem sich zwei Kabel der Seilbahn über den Gletschern des Mont-Blanc-Massivs verheddert hatten, erklärte der Präfekt des Départements Haute-Savoie, Georges-François Leclerc. Die Seilbahn verbindet im Mont-Blanc-Massiv die Aiguille du Midi mit der Pointe Helbronner.

Drei Hubschrauber aus Frankreich, Italien und der Schweiz wurden entsandt, um die Insassen zu retten. "Es wird etwas dauern, aber das Wetter ist gut", sagte der Geschäftsführer der Seilbahn, Mathieu Dechavanne. Es bestand die ganze Zeit über Kontakt zu den Kunden, die über Handy erreichbar gewesen sein sollen und Wasser dabei hatten. Nach mehreren Stunden Wartezeit wurden sie aber allmählich ungeduldig.

Verhedderte Kabel der Seilbahn waren laut AFP der Grund für den Ausfall der Bahn ab etwa 16 Uhr. Wie es dazu kommen konnte, blieb zunächst offen. Der Montblanc in Frankreich an der Grenze zu Italien ist mit 4810 Metern der höchste Berg der Alpen.

Seilbahn hat Betrieb wieder aufgenommen

Nachdem dutzende Passagiere die Nacht in 3800 Metern Höhe verbringen mussten, hat die steckengebliebene Seilbahn über den Gletschern des Mont-Blanc-Massivs ihren Betrieb nun wieder aufgenommen. Die Bahn sei am Freitagmorgen wieder in Gang gesetzt worden, sagte der Chef der Betreiberfirma, Mathieu Dechavanne, der Nachrichtenagentur AFP. Die 33 Menschen, die noch in den Seilbahnkabinen festsaßen, könnten nun an Bord der Gondeln den Boden erreichen.

Zuletzt saßen noch 33 Menschen, darunter ein zehnjähriges Kind, in den Gondeln fest. Die Bergungsarbeiten hatten am Donnerstagabend wegen des sich verschlechternden Wetters und der einbrechenden Dunkelheit abgebrochen werden müssen.

Aufwendige Rettungsarbeiten

77 Menschen konnten bereits am Donnerstag in einer aufwändigen Rettungsaktion aus der Seilbahn befreit werden, die an manchen Stellen 400 Meter über dem Abgrund schwebt. 48 der Geretteten wurden per Hubschrauber in Sicherheit gebracht, die übrigen konnten aus ihren weniger hoch über dem Boden pendelnden Seilbahnkabinen mit der Hilfe von Rettungskräften hinabklettern.

Insgesamt 110 Passagiere waren am Donnerstagnachmittag in der Seilbahn steckengeblieben. Ihre Gondeln, in die jeweils vier Fahrgäste passen, wurden angehalten, nachdem sich zwei Kabel der Seilbahn verheddert hatten. Die genaue Ursache dafür war nach wie vor unklar. Die Seilbahn verbindet im Mont-Blanc-Massiv die Aiguille du Midi mit der Pointe Helbronner.

AFP

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