Zahlen niedriger als 2013

Unwetter-Schäden im zweistelligen Millionenbereich

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Der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Bündnis 90/ Die Grünen, m) und Innenminister Thomas Strobl (CDU, r) gehen am 01.06.2016 in Braunsbach (Baden-Württemberg) über Holzbretter. Kretschmann und Strobl besuchten das von einem Unwetter schwer getroffene Braunsbach.

Das Ausmaß der Verwüstung wird erst so langsam sichtbar. 

Für Versicherungsgesellschaften dürfte es eine gute Nachricht sein, den betroffenen Menschen hilft es allerdings nicht, sie stehen vor dem Nichts. Die Schadenssumme nach den Unwettern im Südwesten dürfte nach ersten Schätzungen niedriger ausfallen als nach den verheerenden Hagelstürmen 2013. Nach der "SV Sparkassenversicherung" rechnet auch die "Württembergische Versicherung" bislang mit einem Schadenaufkommen im zweistelligen Millionen-Euro-Bereich. "Damit sind wir nach derzeitigem Stand weit entfernt von dem Schaden im Jahr 2013", sagte ein Sprecher des Finanzkonzerns "W&W" am Donnerstag.

Damals hatten Unwetter im Raum Reutlingen Felder, Dächer und Autos verwüstet und einen Gesamtschaden von mehr als einer Milliarde Euro hinterlassen. Allein 600 Million Euro trafen damals die "SV Sparkassenversicherung", etwa 200 Millionen Euro kamen auf die "Württembergische Versicherung".

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Konkrete Zahlen für die Schäden nach dem Unwettertief "Elvira", das vor allem im Norden des Landes zu Überschwemmungen und Verwüstungen geführt hatte, wollten beide Versicherer noch nicht nennen. Bei der "SV Sparkassenversicherung", die als ehemaliger Monopolist immer noch etwa 70 Prozent der Gebäude im Land abdeckt, gingen bereits mehr als 5.000 Meldungen ein. Bei der "Württembergischen Versicherung" waren es rund 2.900 Schadensmeldungen - davon 1.300 Schäden an Autos.

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Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat den Unwetteropfern Unterstützung in Aussicht gestellt, allerdings müssen diese hierfür Geduld aufbringen. Bei der nächsten Kabinettssitzung am Dienstag sollen demnach erste Beschlüsse über Soforthilfen gefasst werden. 2008 hatte die Landesregierung den Geschädigten nach Hochwassern im Zollernalbkreis 1,8 Millionen Euro zur Verfügung gestellt.

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