Aufsichtspflicht nicht verletzt

Winnenden: Mutter des Amokläufers haftet nicht

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Die Umrisse des 17-Jährigen Amokläufers.

Die Schadenersatzklage von der Unfallkasse in Baden-Württemberg gegen die Mutter scheiterte.

Beim Amoklauf in Winnenden 2009 erschoss ein 17-Jähriger 15 Menschen und dann sich selbst. Die Baden-Württembergische Unfallkasse klagte gegen die Eltern des Täters. Nun zog sie ihre Berufung gegen ein Urteil des Landesgerichts Stuttgart vom August 2015 aber zurück, teilte das Oberlandesgericht am Mittwoch mit.

Der 13. Zivilsenat des OLG machte zuvor deutlich, dass die Mutter, im Gegensatz zum Vater, ihre Aufsichtspflicht aus der Sicht des Gerichts nicht verletzt hat. Sie hätte keine Kenntnis von der Schusswaffe im offenen Schlafzimmerschrank haben müssen, hieß es. 

Zudem sei im Prozess klar geworden, dass damals keine erhöhte Aufsichtspflicht über den Jugendlichen bestand. Auch nach ärztlicher Einschätzung habe nichts darauf hin gedeutet, dass sein sozial auffälliges Verhalten in Gewalt umschlagen könnte.

Der Vater dagegen war vom Landgericht bereits im August dazu verurteilt worden, der Unfallkasse Baden-Württemberg die Kosten für die Heilbehandlung von Schülern, Eltern und Lehrern ersetzten zu müssen.

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echo24.de Redaktion

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