Rund 7000 Helfer in Ba-Wü benötigt

Diese Schäden müssen behoben werden - Danke an alle Helfer!

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Die Helfer der Feuerwehr bauen in Neckarsulm in Windeseile Hilfsdämme, um das Wasser umzulenken.

Das Unwetter sorgt in der ganzen Region für Chaos und Einschränkungen.

Regen und Unwetter sorgen für Chaos: Knapp 400 Einsätze, die mit dem Unwetter in Zusammenhang standen, musste das Polizeipräsidium Heilbronn von Freitag bis Montag abarbeiten. In Baden-Württemberg wurden rund 7000 Helfer zu 2200 Einsätzen gerufen. Trotz des Unwetters haben viele Eines nicht vergessen.

Wegen des gewaltigen Unwetters von gestern Abend, ist die Künzelsauer Innenstadt noch weiträumig gesperrt. Auch erhebliche Einschränkungen im Straßen- und öffentlichen Personennahverkehr sind nicht zu vermeiden – die Aufräumarbeiten laufen. Die Schulen und Kindergärten bleiben heute geschlossen. Außerdem wurde der Wochenmarkt am Dienstag abgesagt.

So viel Regen: Die echo24.de-Region steht unter Wasser

Ein Krisenstab bei der Stadtverwaltung ist eingerichtet und hat schon getagt. Erste Maßnahmen wurden bereits in die Wege geleitet. Pausenlos im Einsatz sind Feuerwehr, Technisches Hilfswerk und Deutsches Rotes Kreuz, genauso wie die betroffenen Anwohner.

Auch in Harthausen hatte das Unwetter Folgen: die Flüchtlingsunterkunft wurde evakuiert. Natürlich waren auch hier Helfer im Einsatz.

Und nicht nur Straßen sind gesperrt - auch Schifffahrten auf dem Neckar werden die nächsten Tage eingestellt. Die drei- bis sechsfache Wassermenge führten Kocher, Jagst und Enz, wie es ein Sprecher des Wasser- und Schifffahrtsamt in Stuttgart erklärte. Aber auch entwurzelte Bäume, die sich in den Wehren verfangen haben, sorgen für Einschränkungen. Zwischen Neckarsulm und Bad Friedrichshall fährt zudem kein Stadtbahnverkehr.

Auf der Höhe der Audi AG in Neckarsulm wurde an zwei Stellen das komplette Schotterbett herausgespült. Auch das Audi-Werk selbst steht teilweise unter Wasser. Die Werksfeuerwehr pumpt das Wasser seit den frühen Morgenstunden ab. Außerdem wurden notdürftig Dämme gebaut, um die Wassermassen umzulenken. Etwa 2700 Mitarbeiter konnten ihre Schicht nicht antreten. Wann die Produktion wieder aufgenommen werden kann, ist noch unklar.

Wie schwer hat Sie das Unwetter erwischt?

Heraus sticht bei allen Einsätzen: Die Helfer leisten großartige Arbeit. "bei uns ist die Feuerwehr seit halb eins im Einsatz", erklärt Tanja Breißer aus Bad Friedrichshall-Kochendorf echo24.de. "Die tun was sie können. Ich bin sehr froh, dass die Feuerwehr so präsent ist."

Ein Feuerwehrmann berichtet: "Ich bin seit 21 Uhr gestern Abend im Einsatz. Das geht schon an die körperlichen Grenzen."

Auch Bürgermeister Stefan Neumann ist bestürzt und dankbar zugleich: "So schlimm die Bilder und Nachrichten sind, die uns heute erreichen - es bleibt uns gegenwärtig nichts anderes als zu hoffen und zu helfen und so schnell wie möglich mit den Aufräum- und den Reparaturarbeiten zu beginnen. Für die geleistete Hilfe heute Nacht sage ich schon jetzt mit großem Respekt herzlichen Dank. Bei solchen Geschehnissen endet die Anteilnahme nicht an den Stadtgrenzen. Uns und unseren betroffenen Nachbargemeinden wünschen wir die Kraft mit dieser Naturkatastrophe fertig zu werden."

Sie haben auch Fotos von den fleißigen Helfern oder dem Chaos gemacht? Schicken Sie diese gerne an redaktion@echo24.de.

Text von Melanie Schmidt und Anna Bremer

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