Im Herbst hört Deutschlands erfolgreichste Rockband auf

Der Graf im Interview: "Das Leben wird sich ändern"

+
Nach einer unglaublichen Erfolgsgeschichte trägt Der Graf seine Band Unheilig im Herbst zu Grabe.

Die Chartstürmer Unheilig treten ab. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge.

Mit "Geboren um zu leben" schafften Unheilig den Durchbruch. Im Herbst bittet die erfolgreichste deutsche Rockband der vergangenen sechs Jahre zum Abschlusskonzert in Köln. Vor der Show in der Mechatronik-Arena in Aspach am Sonntag, 24. Juli, hat echo24.de-Redakteur Daniel Hagmann beim Unheilig-Sänger Der Graf nachgefragt, wie schwer ihm der Abschied fällt und auf was er sich nach der Rockstar-Zeit ganz besonders freut. Obwohl er seine Fans liebt, setzt der Musiker bald andere Prioritäten.

echo24.de: Welche Emotionen überwiegen bei der Abschiedstour – die Trauer, weil es mit Unheilig zu Ende geht, oder die Dankbarkeit, weil's so schön war?
Der Graf: Ich erinnere mich gerne zurück an alles. Ich surfe durch's Internet, schaue mir Videos an und habe ein gutes Gefühl dabei. Ich habe ein lachendes und ein weinendes Auge. Das Weinende ist der Musiker, der stolz auf das Erreichte ist. Das Lachende freut sich einfach auf die Familie.

Geboren, um zu lieben

Wie gehen die Fans mit dem Abschied von Unheilig um? 
Ich glaube, dass die Fans sehr dankbar dafür sind, dass ich nicht einfach von heute auf morgen aufgehört habe. So haben wir alle noch die Möglichkeit, uns voneinander zu verabschieden. Viele haben Verständnis für meine Entscheidung. Auch wenn es schwerfällt zu akzeptieren, dass am 10. September beim letzten Konzert der Vorhang fallen wird.

Gibt es für Sie den einen Höhepunkt in 17 Jahren Bandgeschichte?
Die Emotionen bei den Konzerten sind wunderschön. Mein Wunsch war es immer, ein letztes Mal gemeinsam mit den Fans, denen ich so viel zu verdanken habe, tolle Momente bei den Konzerten zu erleben. Es gab keinen bestimmten Moment, den ich hervorheben könnte.

Wie gefällt euch die Musik von Unheilig?

Welchen Song spielen Sie live am liebsten? 
Das kann ich nicht verallgemeinern. Das wechselt, je nachdem, was ich gerade fühle. Ich kann mich bei so etwas nie entscheiden. Es sind ja schließlich alle meine Babys.

Was wird für Sie nach dem Ende von Unheilig kommen? Geht es musikalisch weiter? 
Konkrete Pläne gibt’s nicht. Ich glaube, es ist wichtig, nach dem Ende erst einmal alles auf mich zukommen zu lassen. Ich habe die vergangenen Jahre sehr viel Zeit ohne meine Familie verbringen müssen. Das Leben wird sich ändern – und ich freue mich darauf. Im Grunde wünsche ich mir ein ganz normales Leben.

Information

Am Sonntag, 24. Juli, tritt Der Graf mit Unheilig im Rahmen der Open-Air-Abschiedstour „Ein letztes Mal“ in der Mechatronik-Arena in Aspach auf. Konzertbeginn ist um 18 Uhr.

Daniel Hagmann

Daniel Hagmann

Als Reporter in der Region unterwegs. Hauptinteressen: Kunst, Kultur und Kokolores im echo24-Land. Kolumne: "Nachgehagt".

E-Mail:daniel.hagmann@echo24.de

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare