Arbeit mal ganz anders

Ungewöhnliche Ferienjobs: Locker Kohle machen

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Applaus, Applaus - dafür bekommt ein Claqueur ganz schön Geld!

Ob beim Bestatter oder im Schlaflabor - außer Geld sammelt jeder auch unvergessliche Erfahrungen.

Kistenschleppen und Prospekte verteilen? Das ist vielen in Heilbronn und in der Region viel zu normal. DENN: Ungewöhnliche Ferienjobs liegen voll im Trend. 

Lukrativ kann zum Beispiel ein Job bei einem Bestatter sein. Auf der Website eines Karlsruher Unternehmens werden als einzige Voraussetzungen Flexibilität und die Bereitschaft "zum Anpacken" genannt. Als "Jobber" wird man überall eingesetzt, wo es gerade brennt. Meistens gehört dazu die Unterstützung bei den Zeremonien oder die Überführung vom Krankenhaus zum Friedhof. Wer nicht so gerne im Außendienst mitarbeitet, kann auch Facebook-Profile von Verstorbenen löschen.

Faulenzer sind am "Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt" in Köln genau richtig. Immer wieder suchen die Wissenschaftler Probanden für ihre Studien, die oft sehr speziell sind. Bei den aktuellsten Forschungs-Arbeiten suchen die Kölner Freiwillige, die 60 Tage im Bett liegen im Dienste der Wissenschaft. Angesichts der Bezahlung dürften nicht nur Chiller interessiert sein – 1.500 Euro fürs Rumliegen erhalten die Teilnehmer.

Für wen noch nichts dabei war, der könnte sich vielleicht eine Stelle als Claqueur vorstellen. Keine Angst, auch wenn sich der Job so anhört, muss man dafür nicht der französischen Sprache mächtig sein! Vielmehr ist hier Begeisterungsfähigkeit gefragt und das Interesse am Theater. Da arbeiten Claqueure nämlich als Stimmungsmacher, indem sie nach der Vorstellung aufstehen und begeistert klatschen.

Habt ihr schon außergewöhnliche Fereinjobs gemacht?

Apropos Theater: Wer schauspielerisches Talent besitzt, kann dieses auch gekonnt an der Uni Heidelberg zu Geld machen. In der Klinik für angehende Ärzte werden nämlich "Patienten" gesucht, die den Medizinstudenten Krankheiten vorspielen. So sollen die Ärzte von morgen lernen, Diagnosen zu stellen. Das Jammern über Bauchweh und Kopfschmerzen ist durchaus lukrativ – die Uni ist ein großzügiger Arbeitgeber.

Statt extremer Dramen ist beim nächsten Job extreme Eleganz angesagt. Als High-Heel-Trainer kann man bei "Walk-Akademien" den Gang anderer optimieren. Einzige Bedingung: Man beherrscht es perfekt in hohen Hacken zu laufen. So kann man Jorge Gonzales nacheifern und anderen zeigen, wo’s langgeht. Wer weiß: Für manche ist das vielleicht der große Durchbruch in der Modewelt.

Naschkatzen sollten sich auf jeden Fall beim deutschen Institut für Ernährungswissenschaften in Potsdam-Rehbrücke bewerben. Im Rahmen der "ILIAS"-Studie kann man hier für einen Monat lang täglich einen Softdrink schlürfen. Wenn Interessierte in Kauf nehmen, dass man Bluttests über sich ergehen lassen muss, sind sie für diesen Job perfekt geeignet. Na denn, Prost!

Alle Jobs können aber nicht diesen einen toppen. Als Sahnehäubchen am Schluss stellt der australische Tourismusverband Urlaub in Aussicht, für den man sogar noch bezahlt wird! Das gibt’s doch nicht! Doch auf der Insel Hamilton, die mitten im Great Barrier Reef vor der australischen Küste liegt.

Das "Insel-Sitten" zahlt sich aus! Hamilton ist nicht nur ein Naturparadies, sondern ein wahre Geldgrube. Für ein halbes Jahr auf der Insel verdient man stolze 80.000 Euro! Einzige Bedingung: Man muss Bilder für einen Insel-Blog knipsen. Für alle, die jetzt schon ins Schwärmen geraten: Die Sache hat leider einen Haken.

Die australischen Behörden sind besonders streng mit der Auswahl ihrer professionellen Urlauber, und das Bewerbungsverfahren zieht sich lange hin. Der Grund: Ein angehender Inselsitter muss sich gegen eine stolze Zahl von 35.000 Mitbewerbern durchsetzen, um diesen wahren Traumjob zu bekommen.

Von Jasmin Stirn

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