Wie freizügig ist das echo24.de-Land im Netz?

"Wenn ich das zu eng sehen würde, wäre ich nicht bei Facebook"

+
Stephan Goslar aus Heilbronn würde online nicht preisgeben, wann seine Wohnung leer steht.

Nur für Freunde oder für alle sichtbar? So viel könnt ihr über die echo24-Leser im Netz erfahren.

Fast jeder ist bei Facebook. Die meisten sogar mehrmals täglich. Aber wieviel geben die echo24.de-Leser im Netz von sich preis? Wer darf spicken, wo sie im Urlaub sind und wen geht nicht mal der Beruf etwas an?

Isabel Osterholz, Oedheim:

Ich schaue mir zwar alles von anderen an, mache selbst online aber nichts. Ich glaube Fremde können noch nicht mal meinen Beruf bei Facebook sehen. Man sollte schon einschränken was man postet. Wenn ein Mädchen mal ein Strandbild zeigt, ist das okay, aber mehrere Bilder auf denen man halb nackt zu sehen ist, müssen nicht sein.

Elke Herrmann, Neckarsulm-Amorbach:

Ich poste ab und zu ein Bild aus dem Urlaub. Meist ist es dann aber die Umgebung, also eher idyllische Bilder. Meine Adresse und meinen Arbeitsplatz gebe ich online nicht preis. Ich denke für Jugendliche kann zu viel Offenheit im Netz sehr gefährlich sein. Ich kann mir vorstellen, dass das oft unterschätzt wird und bereits zu viel Unheil geführt hat.

Patrick Winter, Offenau:

Ich habe alles so eingestellt, dass nur meine Freunde meine Infos sehen können. Man kann mich ohne meine Bestätigung auch nicht mehr einfach auf Bildern markieren. Ich habe auch schon Leute aus meiner Liste rausgeworfen, weil es mir zu blöd war, zu lesen, was manche online von sich geben. Trotzdem: jedem das Seine.

Melanie Ruoff, Bad Wimpfen:

Ich bin zwar täglich online, gebe mich im Netz aber nicht so freizügig. Mein Privatleben muss ja nicht jeder verfolgen können. Ich habe mir auch die Privatsphäreeinstellungen entsprechend angeschaut und angepasst. Anfangs habe ich das bei meinen Kindern noch überwacht, jetzt kann ich ihnen selbst genug Vernunft zutrauen.

Stephan Goslar, Heilbronn:

Was nötig ist, gebe ich preis, aber eben nicht öffentlich. Wer nicht mit mir befreundet ist, kann die Infos auch nicht sehen. So viel wird denen, die mehr posten, aber auch nicht passieren, denke ich. Außer natürlich, man postet öffentlich Urlaubsbilder und zeigt, dass man nicht zuhause ist. Dann wird einem vielleicht die Bude ausgeräumt.

Jan-Niclas Rochliz, Neckarsulm:

Meist sind es andere, die mich auf Bildern verlinken. Ich selbst poste am ehesten aus dem Urlaub. Dann aber auch meist mein Umfeld statt Bilder von mir. Ausartungen und überdurchschnittlich danebenes Verhalten gehören für mich nicht ins Netz. Wenn ich es allerdings zu eng sehen würde, wäre ich gar nicht erst auf Facebook unterwegs.

Mehr zum Thema:

Social-Media-Falle: Das müssen Eltern wissen

echo24.de Redaktion

echo24.de Redaktion

E-Mail:redaktion@echo24.de

Mehr zum Thema

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare