Regen sorgte innerhalb kurzer Zeit für Chaos

Leichen geborgen: Feuerwehrmann stirbt bei Rettungsversuch

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Das Hochwasser kostete auch drei Menschen das Leben.

Die schweren Unwetter in der Nacht haben mindestens drei Menschen in Baden-Württemberg das Leben gekostet.

So beeindruckend die Naturgewalten immer wieder sind, so verheerend können die Folgen sein. Das bekamen die Menschen in der Region zu spüren, die machtlos gegen das gestern Abend aufgezogene Unwetter waren. Das Innenministerium in Baden-Württemberg hat einen Krisenstab eingerichtet. Dieser bestätigte die Anzahl von drei Toten.

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In Weißbach kam ein 60-Jähriger in einer Tiefgarage ums Leben, als er sich nicht mehr rechtzeitig vor den Wassermassen retten konnte. Er war offenbar von den Wassermassen überrascht worden. Durch den Starkregen hatten sich Straßen in kürzester Zeit in reißende Flüsse verwandelt, Keller und Geschäfte liefen voll. "Hier ist alles im Einsatz, was laufen kann", sagte ein Polizeisprecher in Heilbronn. "Es sieht düster aus, wirklich schlimm."

Jetzt ist es traurige Gewissheit: Bei dem schweren Unwetter in Schwäbisch Gmünd sind zwei Männer ums Leben gekommen. Nach Angaben der Polizei wurden ihre Leichen aus einem Kanal geborgen. Ein 21-Jähriger aus Schwäbisch Gmünd war am Sonntagabend in einer Bahnunterführung durch Wassermassen umgeworfen und in einen Kanalschacht gesogen worden.

Beim Versuch, dem Verunglückten zu helfen und ihn aus dem Schacht zu befreien, wurde auch ein 38 Jahre alter Feuerwehrmann hineingesogen. Er kam ebenfalls aus Schwäbisch Gmünd. Gegen 12.20 Uhr wurden ihre Leichen am Montag leblos im Kanal entdeckt.

Wie schwer hat Sie das Unwetter erwischt?

In dem kleinen Ort Braunsbach richteten die Fluten erhebliche Schäden an Häusern an, nachdem der örtliche Fluss über die Ufer getreten war, wie das Polizeipräsidium in Aalen mitteilte. Es habe aber keine Toten oder Verletzten gegeben, hieß es zunächst. Rund 150 Kräfte von Feuerwehr, Technischem Hilfswerk und Rotem Kreuz suchten einsturzgefährdete Häuser ab, um sie zu evakuieren. Der Ort ist großräumig abgesperrt, Strom, Wasser und Abwasser funktionieren nicht mehr.

In ganz Baden-Württemberg verzeichneten die Behörden Hunderte Notrufe. An vielen Orten waren die Keller vollgelaufen und Fahrbahndecken von den Wassermassen weggespült worden. "Mehrere Tausend ehrenamtliche und hauptamtliche Kräfte der Feuerwehren, des Technischen Hilfswerkes, der DLRG, der Sanitätsorganisationen und der Polizei arbeiten seit Sonntagabend intensiv daran, Schlimmeres zu verhindern und die Schäden zu begrenzen", sagte Innenminister Thomas Strobl am Montag in Stuttgart. Nach aktuellen ersten Angaben sind 7.000 Helfer zu mehr als 2.200 Einsätzen gerufen worden.

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Carolin Reisenauer

Carolin Reisenauer

Beackert in den frühen Morgenstunden alle wichtigen Themen. Sie hat den regionalen Sport immer im Visier. Kolumne: "Frühaufsteher".

E-Mail:carolin.reisenauer@echo24.de

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