Bündnis hat sich formiert

Wirbel um vermeintliche Nazi-Band

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Symbolfoto

Die Vorwürfe sind krass. Doch die Black-Metal-Gruppe streitet alles ab.

Die Bandmitglieder nennen sich zum Beispiel Misanthrop und Nebelkrieger. Und ihre Texte haben Titel wie "Suizid", "Kraft durch Krieg" und "I am satan". Die Black-Metal-Band "Permafrost" aus Zeitz in Sachsen-Anhalt macht aus ihrer lebensfeindlichen Gesinnung keinen Hehl. Und die Musik - bestehend aus monotonen Gitarrenmelodien und Kreischgesang - ist keineswegs was für die breite Masse. Doch ist die Band auch rechtsradikal?

Am übernächsten Samstag, 3. September, sollen "Permafrost" auf dem "Torn your ties"-Festival in Boxberg-Bobstadt im Main-Tauber-Kreis auftreten. Dort hat sich nun ein breites bürgerliches Bündnis aus SPD, Grünen, Linken, dem DGB, der IG-Metall, dem Arbeitskreis Asyl Bad Mergentheim, der Initiative "Mergentheim Gegen Rechts" und dem Demokratiezentrum Baden-Württemberg gegen den Auftritt von "Permafrost" formiert.

Der Vorwurf: Die Band vertete "verfassungsfeindliche, antichristliche, rassistische und antisemitische" Inhalte. Der Festival-Veranstalter weigere sich jedoch, die Gruppe gegen eine andere zu ersetzen. Das Bündnis vermutet im Rahmen des Auftritts verfassungsfeindliche und rechtswidrige Handlungen - auch aufseiten des Publikums. Das Aktionsbündnis fordert deshalb die Stadt Boxberg und den Staatsschutz auf, den Auftritt von "Permafrost" zu verbieten.

"Permafrost" hingegen distanzieren sich in einem Facebookpost vom 14. Juli von dem Vorwurf des Rechtsradikalismus und erklären: "Permafrost ist keine Band, welche politische Inhalte transportiert (...) Fuck the World!"

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echo24.de Redaktion

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