Taktung bleibt wie gehabt

Stadtbahn: Häufiger wird's nicht

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Die Stadtbahn S41 Nord fährt alle Stunde - und das wird auch so bleiben.
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An der stündlichen Taktung wird sich vorerst nichts ändern.

Die Stadtbahn fährt einem vor der Nase weg. Wer kennt das nicht? Besonders ärgerlich ist das, wenn die nächste Bahn erst eine Stunde später kommt. Doch das wird sich in der Region vorerst auch nicht ändern.

Zumindest von Heilbronn in Richtung Mosbach beziehungsweise in Richtung Sinsheim fährt die Stadtbahn in einem vergleichsweise großen Takt. Für viele Fahrgäste - beispielsweise für Audi-Mitarbeiter - ist das zu unflexibel, die Wartezeiten oft zu lang.

Seit knapp anderthalb Jahren verkehrt die S41 Nord zwischen Mosbach und Heilbronn. Jede Stunde einmal. Zwischen ein und fünf Uhr nachts ist Pause - auch am Wochenende. Eine Ausnahme gibt es zudem morgens. Hier fährt gegen acht Uhr keine Bahn.

Dabei hatte Offenaus Bürgermeister Michael Folk erst im März den Wunsch nach einem halbstündigen Takt bekräftigt. Auf einer Veranstaltung für Bürger aus Offenau und Gundelsheim erklärte er damals aber auch: "Um einen Halbstundentakt zu schaffen, brauchen wir die Solidarität von allen Partnergemeinden." Denn für eine höhere Taktung müssten alle tiefer in die Tasche greifen.

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Bisher scheinen sich die Bemühungen in diese Richtung aber in Grenzen zu halten. "Die Verdichtungen bestimmt der Nahverkehrsverbund Baden-Württemberg", sagt AVG-Pressesprecher Michael Krauth gegenüber echo24.de. Letztendlich entscheiden also Land und Gemeinden darüber. "Sollte das Land das wünschen, setzen wir das um. Bisher ist dahingehend aber nichts geplant."

Keine Änderungen also - das trifft auch auf die Ausfälle in den letzten Wochen zu. Neu ist das Problem nämlich nicht. Schon vor vier Monaten war auch der Mangel an Lokführern zur Sprache gekommen. Geändert hat sich die Situation ebenfalls nicht.

"Es ist leider sehr ärgerlich und tut uns leid, dass immer wieder Bahnen ausgefallen sind", sagt ein Pressesprecher der Bahn auf Anfrage von echo24.de. Schuld sei ein höherer Krankenstand. Leider bringen die Entschuldigungen die Pendler aber nicht ans Ziel.

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