Southside-Festival

So erlebte unser Kollege das Southside-Chaos

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Viele haben bei der Flucht vorm Unwetter ihre Zelte dagelassen.

Philipp Tombor im Wechselbad der Gefühle: Erst Hitze pur, dann Flucht vorm Unwetter.

Strahlender Sonnenschein, der auf die Köpfe brennt. Dann eine kleine Wolke, die ein wenig Schatten spendet. Doch der Schein trügt. Die kleine Wolke ist der Vorbote eines mächtigen Unwetters, das alle Besucher des Southside-Festivals zur Flucht zwingt. Und die Veranstalter zum Abbruch. Alle Besucher? Nein, unser Kollege hält mittendrin durch.

"Die ersten Tropfen waren unglaublich angenehm", sagt Philipp Tombor. Er feiert vor der Bühne. Tom Odell spielt da gerade überragend. Bei 33 Grad ist der Nieselregen für viele eine willkommene Erfrischung. "Die Tropfen wurden dann aber schnell zum Starkregen, innerhalb von Minuten waren wir klatschnass."

Von der Bühne retten sich die Zuschauer erst in die Zeltbühne. "Da dachten wir alle noch: 'Das hört sicherlich gleich wieder auf'." Doch nach einer halben Stunde dann die erste Ernüchterung: Die Veranstalter unterbrechen das Festival im Kreis Tuttlingen. Das Bühnengelände wird vorsorglich geräumt. Alle Besucher werden aufgefordert sich in ihre Fahrzeuge zu begeben.

Verlassene Zeltstadt beim Festival

"Wir waren zum Glück mit dem Wohnmobil da, aber geschlafen haben wir trotzdem kaum." Blitze, Hagel, Gewitter - die Nacht auf dem Festivalgelände ist eine extrem unruhige. Zumal mitten in der Nacht unerwarteter Besuch auftaucht. Philipp: "Freunde haben bei uns Schutz gesucht. Die haben wir natürlich aufgenommen. Andere haben in ihrem Auto übernachtet."

Morgens um fünf ist die ohnehin kurze Nacht vorbei. Die klare Ansage vorm Veranstalter: Beim Southside-Festival geht nichts mehr. Alle sollen abreisen. Das Risiko ist zu hoch.

Doch da ist schon kaum jemand mehr auf dem Gelände: "Fast keiner hat sein Zelt mitgenommen. Viele sind nachts regelrecht geflohen. Es sah aus wie ein verlassenes Schlachtfeld."

War es die richtige Entscheidung das Southside-Festival abzubrechen?

Dank Camper konnte Philipp ausharren. Doch am Ende nutzte auch der nichts. Das Unwetter war stärker. Insgesamt mussten Sanitäter 25 Verletzte versorgen. "Zum Glück ist nichts allzu Ernstes passiert", erklärt Philipp resigniert, "aber wir sind mächtig enttäuscht. Am Ende haben wir uns die Hitze vom Anfang sehnlichst zurück gewünscht."

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Philipp Tombor

Philipp Tombor

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Julia Fischer

Julia Fischer

Lifestyle, Essen und Trinken sind ihre Themen. Auch als Szene-Reporterin und bei lokalen Events mittendrin. Kolumne: "Angerichtet".

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