Pizza-Sehnsucht und hartes Training

Das macht "Astro-Alex" in seiner schwerelosen Freizeit

+
Auch die Freizeit im All läuft für Astro-Alex ganz anders ab als auf der Erde.

Astro-Alex hat echo24.de verraten, wie er seinen freien Tag im Raumschiff verbringt und was er sehnsüchtig vermisst.

"Ich heb ab, nichts hält mich am Boden!" Davon kann nicht nur Andreas Bourani ein Lied singen, sondern natürlich auch unser Astro-Alex. Vor zwei Jahren ist Alexander Gerst aufgebrochen, um unseren Planeten von oben zu sehen und hat natürlich nicht nur getwittert, sondern auch fleißig geforscht. Aber was macht der Künzelsauer, wenn er seinen Raumanzug ablegt?

Nach einer normalen Arbeitswoche von Montag bis Freitag ist für den Raumfahrer lange nicht Schluss. "Samstag ist Putztag", erzählt er. Das heißt: Das Raumschiff von oben bis unten wienern - diese lästige Tätigkeit bleibt einem auch im All nicht erspart.

Wer jetzt denkt, dass die Astronauten sich wenigstens am Sonntag auf die faule Haut legen kann, liegt falsch. Denn auch am Wochenende müssen Astro-Alex und seine Kollegen zuerst für mindestens zweieinhalb Stunden Sport treiben, um sich in Form zu halten! Couch-Potatoes sind fehl am Platz. Denn im Weltraum bauen sich Muskeln in rasanter Geschwindigkeit ab, wenn die Bewegung fehlt.

Würden Sie die Erde auch gerne mal von oben betrachten?

Nach der Trainingseinheit heißt es aber dann auch für unseren rastlosen Künzelsauer: Freizeit! Die nutzt er trotzdem im Dienste der Wissenschaft. "Ich habe Experimente für Schüler aufgebaut und gefilmt." So hatten die Schüler auch tausende Kilometer entfernt für ein paar Minuten ein Stückchen Kosmos.

Außerdem bleibt der Sonntag auch in der weiten Ferne Familien-Tag. Gerst: "Ich rufe immer für eine halbe Stunde zu Hause an". Dabei gibt es aber keine Spur von Heimweh. DENN: "Im Orbit ist es mir leichter gefallen, Kontakt zu meiner Familie zu halten." Bei den Trainingseinheiten ist das wegen der Zeitverschiebung oft problematisch.

Bilder: Die Künzelsauer sind verrückt nach ihrem Astro-Alex

Eine Sache haben der Künzelsauer und seine Kollegen auf der ISS trotzdem extrem vermisst. Gerst: "Wir haben von Salaten geträumt!" Nach drei, vier Monaten Weltraum-Nahrung, steigt die Sehnsucht nach Pizza, Burgern und frischem Gemüse. "Das Essen ist wirklich gut, aber wir müssen immer alles aufessen." Außerdem wiederholen sich die Gerichte immer in einem bestimmten Rhythmus.

Manchmal müssen sich Gerst und Co. da einfach zusammenreißen: "Essen ist eins der wichtigsten Dinge, um motiviert zu bleiben." Brettspiele zur Ablenkung sind nämlich nicht drin. "Die Figuren fliegen ja einfach weg", erklärt Gerst. Allerdings hat er schon ein 200-Teile-Puzzle gemacht. Flinke Finger waren da unglaublich wichtig: auch die Puzzle-Teile fangen an, in der Schwerelosigkeit zu fliegen!

Mehr zum Thema:

Gefeierter Gerst: Houston, wir haben einen Künzelsauer

Auf Heimatbesuch: Astro-Alex eröffnet Weltraum-Schau

In Russland: Unser Astronaut trainiert für den Notfall

echo24.de Redaktion

echo24.de Redaktion

E-Mail:redaktion@echo24.de

Mehr zum Thema

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare