Happy End für Hund und Besitzer

Rührend! So verlief Buddys Rettung

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Der bei einem schweren Unfall aus dem Auto geschleuderte Rottweiler-Mastiff-Mix ist wieder zu Hause.

24 Stunden lang hielt die Region den Atem an und bangte um ihn: Rotti-Mastiff "Buddy". Der wurde bei dem Horror-Crash auf der A81 in Richtung Würzburg kurz vor dem Hölzern-Tunnel aus dem Auto geschleudert und war danach spurlos verschwunden.

Ein eindeutiger Fall für die Tierrettung Unterland. Seit Januar 2015 ist diese im Einsatz, wann immer es um in Not geratene, verunfallte oder verschwundene Tiere geht. "Wir wurden gegen 13 Uhr von einer Freundin des Hundehalters über das Verschwinden Buddys informiert", sagt Jan Franke, Gründer und Leiter der Tierrettung.

Bilder von Buddys Rettung

Keine 30 Minuten später geht der Vollalarm für alle Mitglieder raus, um 13.45 Uhr sind die ersten Helfer am Sammelpunkt nahe der Einsatzstelle. Franke: "Um 14.23 Uhr startete der erste Suchlauf in unmittelbarer Umgebung der Unfallstelle, da die Gefahr bestand, dass Buddy schwerverletzt und nicht sichtbar dort im hohen Gras liegt."

Gegen 16 Uhr bietet ein Halter eines Spürhundes seine Mithilfe an und tatsächlich findet dieser eine Spur, die in den Wald führt. Diese verliert er dann an einem Weg mitten im Wald. Erschwerend kommen die Wetterbedingungen hinzu. Regen setzt ein. "Gegen 18 Uhr haben wir uns schweren Herzens dazu entschlossen, die Suche fürs Erste einzustellen", erklärt Franke. "Wir hatten aber auch Hoffnung, denn wir waren mittlerweile so weit von der Unfallstelle entfernt, dass wir sehr sicher sein konnten, dass er keine Frakturen und Schwerstverletzungen hatte."

Am Mittwochmorgen erhält Franke um 7.42 Uhr die Benachrichtigung der Polizei, dass ein Rottweiler in Weinsberg-Grantschen vor einem Hauseingang liegt.  "Es hieß, dass sich die Hausbesitzerin nicht mehr  aus der Tür traut."

Haben Sie die Suchaktion nach Buddy mitverfolgt?

Franke macht sich umgehend auf den Weg und trifft 15 Minuten später dort ein: "Ich sah auf den ersten Blick, dass es Buddy war." Er benachrichtigt dessen Herrchen. "Der hatte sich bereits drei Stunden nach seiner Einlieferung ins Krankenhaus selbst entlassen, um bei der Suche nach Buddy zu helfen."

Mit Geduld, Zusprechen und Leckerlis gelingt es Franke, Buddys Vertrauen zu gewinnen. Er kann ihn streicheln, die Leine anlegen und ins Auto führen. Um 9.16 Uhr trifft er mit ihm bei dessen Herrchen in Brackenheim ein. Vier- und Zweibeiner liegen sich in den Armen, Tränen der Wiedersehensfreude strömen über die Wangen.

Franke: "Es ist der Hund seiner Freundin und die liebt Buddy abgöttisch. Sie liegt im künstlichen Koma im Krankenhaus. Er hatte keine Ahnung, wie er ihr hätte beibringen sollen, dass Buddy nicht mehr da ist."

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Marc Thorwartl

Marc Thorwartl

Als Reporter bei den "Falken" immer auf Puckhöhe, auch auf regionalen Veranstaltungen mittendrin. Kolumne: "Eiskalt".

E-Mail:marc.thorwartl@echo24.de

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