Es wird dauern, bis alle den Vorfall verarbeitet haben

Trotz Fehlalarm: Der Schock sitzt tief

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Das braucht keine Worte.

Angehörige, Presse und Einsatzkräfte - so ein Vorfall erschüttert jeden.

Durchatmen, der Amok-Alarm an der Glück-Auf-Schule (GAS) war ein Fehlalarm. Niemand wurde verletzt – und trotzdem: Der Schock sitzt vielen in den Knochen.

Eine 15-jährige Schülerin versteht noch gar nicht, was eigentlich los war: "Wir hatten eine Mathe-Arbeit, als die Polizei reinkam und sagte, wir müssen die Türe verschließen. Bis dahin hatten wir noch gar nichts mitbekommen." Als keine Gefahr mehr besteht, werden die Schüler klassenweise zum Sammelplatz bei der Feuerwehr gebracht.

Bilder: Der Amok-Alarm schockiert Bad Friedrichshall

"Ich kann noch keine Worte finden", sagt eine Mitarbeiterin der Offenen Kinder- und Jugendarbeit Bad Friedrichshall. Der Jugendtreff befindet sich in unmittelbarer Nähe der Schule. "Viele Schüler der GAS kommen zu uns. Als ich hier angekommen bin, war schon alles voller Blaulicht."

Während sie spricht, kommen drei Mädchen mit Schulranzen angelaufen, werfen sich der Frau in die Arme. "Alles ist gut", sagt sie, obwohl sie selbst nach Worten ringt.

Bad Friedrichshalls Bürgermeister Timo Frey sagt: "Wenn so etwas passiert, lässt man sofort alles stehen und liegen und begibt sich vor Ort." Er ist selbst Vater. „Meine sind 14 und 17 Jahre alt. Da nimmt einen das ganz anders mit. Mittlerweile haben meine Hände wieder ein bisschen Farbe, vorhin habe ich nur gezittert."

An Arbeit war rund um die Schule mehrere Stunden nicht zu denken. Mitarbeiter von umliegenden Geschäften liefen auf die Straße.

Ein 27-Jähriger berichtet: "Ich war eigentlich nur eine rauchen. Dann sind immer mehr Polizeiautos – auch Zivilwägen mit Blaulicht – angefahren. Da wird es einem schon mulmig." Obwohl er zunächst nicht erfährt, was eigentlich passiert ist, lobt er die Arbeit der Einsatzkräfte: "Ich fand' es toll, dass die Polizei und andere Helfer so schnell in so großer Zahl präsent waren."

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Zum Glück: Amok-Alarm an Schule war Fehlalarm

Anna-Maureen Bremer

Anna-Maureen Bremer

Mittendrin statt nur dabei: Soziales, Partys und eure Themen immer im Blick! Kolumne: "Natürlich blond".

E-Mail:anna-maureen.bremer@echo24.de

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