Marko Buzin hat den Sprung ins Kino geschafft

Einer von hier spielt jetzt großes Kino

Vor der Kamera spielt Marko Buzin aus Untergruppenbach-Unterheinriet meist den etwas verrückten, aber liebenswerten Fiesling. Mit diesem Rollenprofil ist er dabei, zu einer Marke im Film- und Fernsehgeschäft zu werden. Ab Herbst ist er im Kino-Horrorfilm „A Cure for Wellness“ zu sehen.Foto: Hagmann

Am Set hat der Unter-gruppenbacher auch hinter der Kamera span-nende Szenen erlebt.

Wie ein Film im Film

In weißer Robe steht Marko Buzinim Hof der Burg Hohenzollern. Da nähert sich Gore Verbinski. Der Regisseur von „Fluch der Karibik“ mustert Buzin von oben bis unten, zupft am Gewand, nickt zufrieden und sagt: „Okay, come on.“

Auf geht’s – genau wie Buzins Filmkarriere. Der 38-Jährige aus Untergruppenbach-Unterheinriet ist schon im Fernsehen zu sehen gewesen. „Das Model und der Freak“, „Verdachtsfälle“ auf RTL oder als sündiger Pfarrer auf Sat.1. Dabei hat er sich als Laiendarsteller ein Profil geschaffen: als durchgeknallter, aber sympathischer Bösewicht. Die Folge: „Für den Hollywood-Thriller ’A Cure for Wellness’ unter Regie von Verbinski wurde ich als Komparse angefragt.“

Im vergangenen Juli ging es für zwei Tage ans Filmset auf die Hohenzollern-Burg in der Schwäbischen Alb. Für Buzin war es schon filmreif, bevor die erste Klappe fiel: Rund um die Burg waren Sicherheitsleute. Die Story des Films ist streng geheim. „Eine Hollywood-Produktion ist nicht mit deutschem Fernsehen vergleichbar.“ Fast 500 Leute am Set – gefilmt wird schon mal mit fünf Kameras gleichzeitig.

Für seine Rolle zog Buzin in der weißen Tunika durch die Burg. „Es waren Massenszenen mit 60 Leuten. Wir hatten große Kerzen in der Hand, marschierten auf eine Burgmauer zu und ließen Stoffbänder über die Brüstung segeln.“ Hinter der Wand und einige Meter tiefer ist im Film eine Hochzeit zugange. Hauptdarsteller Jason Isaacs, der den Leiter eines Spa-Zentrums spielt, heiratet eine Patientin, verkörpert von Mia Goth.Buzin: „Die Kerzen-Nachtszenen waren mystisch. Wie die Mitglieder einer Sekte waren wir unterwegs.“ In einer weiteren Sequenz marschiert er an der Spitze des Pulks auf die Kamera zu und liefert sich mit anderen Komparsen kurze Wortgefechte. Daher ist er sicher: „Ich werde im fertigen Streifen zu sehen sein.“

Bis der Thriller im Oktober ins Kino kommt, ist die Story nur grob klar: Isaacs Figu leitet seine Einrichtung keineswegs zum Wohle der Patienten. Doch was geht vor? Experimente? Gehirnwäsche? Rituale? Buzin kann nur spekulieren. Auch, ob seine Figur wieder der dunklen Seite angehört, sieht er erst im fertigen Film. Vielleicht hat Verbinski ihn ja schon fürs nächste Projekt im Auge. Buzin: „Als er auf mich zutrat und meine Kleidung korrigierte, hatte das was Filmreifes.“

Dass es am Set nicht nur harmonisch zugeht, hat Buzin backstage gesehen: „Mia Goth hat mit ihrem Freund Shia LaBeouf gestritten.“ Eine Szene, die – bei aller Geheimniskrämerei – sicher nicht im Film enthalten sein wird. Und im Trailer, der in diesen Tagen herauskommt, erst recht nicht.

Information

Mehr über Buzin gibt es auf seiner Facebookseite: www.facebook.com/marko. buzin?fref=ts

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare