Wegen eines T-Shirts

Hells-Angels-Boss darf nicht in den Gerichtssaal

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Lutz Schelhorn durfte nicht in den Gerichtssaal.

Lutz Schelhorn darf als Kläger nicht an der Verhandlung teilnehmen.

Kutten, T-Shirts, - in Aachen scheint alles über einen Kamm geschert zu werden. Lutz Schelhorn, Präsident des Stuttgarter Hells-Angels-Chapters, wurde in Aachen der Zutritt zum Gerichtssaal vom zuständigen Richter verwehrt, weil er ein T-Shirt mit dem Symbol des Stuttgarter Motorradclubs trug.

Pikanterweise sollte es in der Verhandlung um ein in der Vergangenheit von der Stadt Aachen ausgesprochenes Verbot gehen. In der Zeit vom Weihnachtsmarkt bis zum Aschermittwoch hatte die Stadtverwaltung in bestimmten Bereichen ihrer Stadt Rockergruppen verboten, Lederwesten mit Rockeremblemen zu tragen.

Die Erklärung der Stadt: man wolle damit auf den sich verschärfenden Konflikt zwischen Rockergruppen reagieren. Schelhorn sah das als Eingriff in seine persönliche Freiheit, verzichtete auf einen Besuch in der Stadt und reichte eine Klage gegen das sogenannte Kuttenverbot ein.

Die Verhandlung wurde jedenfalls nach wenigen Minuten unterbrochen, da Schelhorns Anwalt einen Befangenheitsantrag gegen den Richter stellte. Begründung: Die Klägerseite habe nichts von der Auflage gewusst, dass Schelhorn kein Kleidungsstück mit Abzeichen seines Motorradclubs tragen dürfe.

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echo24.de Redaktion

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