Blinker, Bomben und Vulkane

Super Pyro-Show mit Schönheitsfehler

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Tolle Atmosphäre.

Das Feuerwerk begeistert - die Parksituation erfordert gute Nerven.

Der deutschen Sprache fehlt ein Wort: Feuerwerksstimmung. Ihr wisst schon, die Mischung aus Verträumtheit und Erinnerung an vergangene Silvester-Feiern gepaart mit ganz viel "Ohhh" und "Schöööön". Ab und zu noch ein langes "Woooow". Das ist Feuerwerksstimmung.

Ganz viel davon gab es am Samstagabend im Cleebronn. Über 3.000 Zuschauer verfolgten im Erlebnispark Tripsdrill die PyroGames. Ein Rahmenprogramm mit Musik, Feuershow und zahlreichen Imbiss- und Getränkeständen verkürzt die Wartezeit bis zu den Feuerwerken und der Lasershow in der Dunkelheit.

Vor der Kulisse der großen hölzernen Mammut-Achterbahn soll das Spektakel steigen. Hinter dem bestuhlten Bereich haben es sich zahlreiche Zuschauer auf der Wiese mit Decken gemütlich gemacht.

Bilder: PyroGames in Tripsdrill

20.000 Euro und mehr werden bei einem solchen Events verpulvert. "Fünf Stunden Aufbau für nicht mal eine Stunde Show", sagt Daniel Kempe von "Feuerwerke Kürbs" aus Dresden. Die drei Teams, die an diesem Abend gegeneinander antreten begeistern das Publikum mit Kometen, Vulkanen, Blinkern,  Sonnen und Bomben. Raketen gibt's hier keine. "Man kann die im Profi-Feuerwerk zwar verwenden, aber die sind dann so groß, dass man in kaum einer Location die vorgeschriebenen und notwendigen Abstände einhalten kann", erklärte Harald Wochelen von Sky Fire. Und Sicherheit wird bei so einer Veranstaltung ganz groß geschrieben. Direkt hinter der Mammut-Achterbahn ist ein großer Hügel. Dahinter sind die Shows der drei Teams aufgebaut.

Wochelen: "Wir hätte gerne auf dem Hügel aufgebaut, statt dahinter, aber wegen der Holz-Achterbahn hatten die Betreiber Bedenken und das müssen wir dann so akzeptieren." Gegen 22 Uhr beginnt das Spektakel. Da ist sie, die Feuerwerksstimmung - ein bisschen smartphonelastiger als in der Kindheit, aber trotzdem schön.

Der Gewinner wird über ein Telefon-Voting ermittelt. Das finden nicht alle Zuschauer gut, aber wer nicht möchte, muss ja nicht anrufen. "Apollo Art of Laser" bekommen am Ende die meisten Stimmen. Glückwunsch, das war toll.

Aber es gibt an dem Abend auch einen Schönheitsfehler. Nach dem Feuerwerk strömen die meisten schnell zum Parkplatz. Kühl ist es geworden und spät ist es ja auch schon. Für jene, die in den ersten Reihen geparkt hatten, ist erst einmal Geduld angesagt. Fast eine Stunde bewegt sich dort kein Auto.

Unmut macht sich breit. Die Gäste steigen teils wieder aus ihren Autos aus, versuchen zu sehen was vorne am Hauptweg los ist. "Das darf doch wohl nicht wahr sein! So ein schöner Abend und dann das", hört man die Leute mosern. 

Was halten Sie von einem Feuerwerk?

Schade, dass alle am Ende der Veranstaltung nochmal so viel Geduld aufbringen müssen. Die Parkplätze am Erlebnispark sind wohl eher darauf ausgelegt, dass jeder schnell einen Parkplatz bekommt, nicht aber dafür, dass auch alle (gleichzeitig) schnell wegkommen. Für den alltäglichen Park-Betrieb ist das auch sinnvoll. Für künftige Abendveranstaltungen gilt: lieber weiter hinten parken und fünf Minuten Fußweg in Kauf nehmen.

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Anna-Maureen Bremer

Anna-Maureen Bremer

Mittendrin statt nur dabei: Soziales, Partys und eure Themen immer im Blick! Kolumne: "Natürlich blond".

E-Mail:anna-maureen.bremer@echo24.de

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