Mordversuch oder versuchter Totschlag?

Urteil zu Messerangriff auf Polizisten fällt

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Im Prozess um einen Messerangriff auf zwei Polizisten wird am heutigen Donnerstag vor dem Heilbronner Landgericht das Urteil erwartet.

Einem 29-jährigen Mann wird vorgeworfen, im Juli 2015 zwei Beamte der Polizeistation Heilbronn-Nackargartach mit einem Messer verletzt zu haben, einen davon schwer. Einer der Polizisten zog daraufhin seine Dienstwaffe und stoppte den Angreifer mit sechs Schüssen.

Der Angeklagte entschuldigte sich während des Prozesses mehrfach bei seinen Opfern und sprach von einem "sehr schlechten Gewissen". Eines der Opfer lehnte die Entschuldigung ab und bezeichnete sie als "nicht ehrlich".

Die Bestrafung des Täters hängt maßgeblich davon ab, ob der Richter einen Mordversuch bejaht. Die Anwälte der Opfer verlangen wegen zweifachen versuchten Mordes und gefährlicher Körperverletzung eine Haftstrafe "im mindestens zweistelligen Bereich". Die Staatsanwaltschaft und die Verteidigung des Täters plädiert dagegen auf versuchten Totschlag und gefährliche Körperverletzung. Sie fordern acht beziehungsweise sieben Jahre Haft.

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