Jahrelang hinter Gittern

Drogenhandel in JVA Heilbronn: Elf Urteile gefallen

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Justizvollzugsanstalt Heilbronn.

Langjährige Haftstrafen im Prozess gegen Drogenhändler in der Heilbronner JVA.

Ende eines Mammut-Prozesses: Nach mehr als zwei Jahren Verfahren sind in Stuttgart die Urteile gegen elf Männer gefallen, denen schwunghafter Drogenhandel im und am Heilbronner Gefängnis vorgeworfen wurde. Die Bosse des Drogenrings erhielten Haftstrafen von elf Jahren. Die Mittäter des Clans wurden zu dreieinhalb oder vier Jahren verurteilt.

Die Staatsanwaltschaft warf den elf Männern vor, einen straff organisierten Handel mit Heroin, Marihuana und Haschisch aufgezogen zu haben. Für die Schlüsselfunktionen forderte sie auch wegen Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung bis zu elfeinhalb Jahre Haft, für die kleinsten Mittäter vier Jahre.

Der Rauschgifthandel in den Gefängnissen des Landes lässt sich nach Ansicht des Justizministeriums nicht gänzlich verhindern. Durchsuchungen und Kontrollen etwa von Besuchern oder des Postverkehrs seien "durch den Grundsatz der Verhältnismäßigkeit Grenzen gesetzt", wie ein Sprecher mit Blick auf den Mammutprozess mitteilte.

Sind die Sicherheitsvorkehrungen in unseren Gefängnissen ausreichend?

Die Zahl der Sicherstellungen von Haschisch, Marihuana oder anderem Rauschgift in den Gefängnissen des Landes hatte 2015 mit 280 ein Zehn-Jahres-Hoch erreicht. Auch synthetische Drogen wie Ecstasy wurden entdeckt, zuletzt auch immer mal "Kräutermischungen". Geprüft werde derzeit, den Einsatz von Rauschgiftspürhunden auszuweiten, hieß es.

Aus Sicherheitsgründen waren die Verhandlungen in das Prozessgebäude an der Justizvollzugsanstalt Stuttgart-Stammheim verlegt worden. 

echo24.de Redaktion

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