Prozess um Familiendrama

Stuttgart: Angeklagter träumte von Tötung

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Symbolbild.

Sorgen auf der Arbeit könnten einen 53-jährigen Stuttgarter dazu bewegt haben, seine Frau und seinen Sohn umzubringen.

Arbeitsstress des Angeklagten könnten im Prozess um ein tödliches Familiendrama in Stuttgart hinter der Tat stehen. Wie zum Prozessauftakt am Montag vor dem Landgericht bekannt wurde, hatte der Familienvater kurz nach der Tat angegeben, dass ihn Probleme auf der Baustelle beschäftigt hätten, auf der er damals arbeitete.

Das geht aus dem Protokoll der Vernehmung nach der Tat hervor, das vor Gericht verlesen wurde. Demnach gab der 53-Jährige an, zuvor von der Tat geträumt zu haben.

Weiter sagte er dem Protokoll zufolge, er hätte "das mit der Arbeit nicht mehr hingekriegt" und sei "ausgerastet". Zudem sei seine Frau krank sowie schon länger arbeitslos gewesen und sie hätte deshalb keine Perspektive mehr für sich gesehen. Zudem war der Mann im vergangenen Jahr infolge hoher Belastung zwischenzeitlich von der Arbeit freigestellt worden.

Der 53-Jährige muss sich vor Gericht wegen zweifachen Mordes verantworten. Mitte Oktober soll er seine Ehefrau (43), den gemeinsamen Sohn (16) und auch den Hund der Familie getötet haben. Nach einem Selbstmordversuch alarmierte er die Polizei, die ihn am Tatort in der Wohnung der Familie schwer verletzt festnahm. Auch beim Haftrichter soll der Mann die Tat eingeräumt haben.

Zum Prozessauftakt äußerte er sich zunächst nicht zu der blutigen Tat. Dem Protokoll der Vernehmung zufolge gab er an, dass er zunächst seine Ehefrau mit einem Messer angegriffen habe. Diese sei allerdings ins Kinderzimmer geflüchtet, so dass er auch den Sohn getötet habe. Eine Nachbarin sagte am Montag vor Gericht, dass die Eheleute mehrfach gestritten hätten.

echo24.de Redaktion

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