Zwischenstopp soll kein Dauerzustand werden

Neckarwestheim: Angst vor Atommüll-Endlager

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Ein Mann steht im Zwischenlager des AKWs vor zahlreichen Castor-Behälter.

Werden alle bisherigen Versprechen über den Haufen geworfen? Kritiker befürchten, dass in der Region Heilbronn das bundesweit erste Atommüll-Endlager entstehen könnte.

Lagert in Neckarwestheim bald dauerhaft Atommüll? Betrachtet man die aktuellen Pläne von Energieversorger EnBW, muss man fast davon ausgehen. Denn dieser zieht in Betracht, 15 Castoren vom 2005 abgeschalteten Kernkraftwerk Obrigheim (Neckar-Odenwald-Kreis) voraussichtlich per Schiff nach Neckarwestheim zu befördern. Pläne diesbezüglich sollen heute präsentiert werden.

Mit diesem Vorhaben stößt man allerdings auf sehr wenig Begeisterung. "Es gab Zusagen, daran hat sich die Politik zu halten", sagte Bürgermeister Jochen Winkler. Demnach sollte in Neckarwestheim nur Energie produziert und der Atommüll anderswo gelagert werden.

Wird in Neckarwestheim ein Atommüll-Endlager eingerichtet?

In den Genehmigungsverfahren für Transport und Zwischenlagerung beim Bundesamt für Strahlenschutz werde die Kommune ihre Bedenken einbringen und für einen Verzicht plädieren, sagte Winkler. Die Bürger befürchteten, dass das Zwischenlager zum Endlager werde.

Dennoch habe der Energieversorger EnBW 2006 ein atomares Zwischenlager in der 3800-Einwohner-Kommune errichtet. Der Schritt zur Dauerlösung und dem damit ersten Endlager in Deutschland scheint aus Bürgersicht so nur noch ein kleiner. Neckarwestheim wird das allerdings nicht so einfach hinnehmen.

echo24.de Redaktion

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