Kolumne: Nachgehagt

Wenn der rosa Elefant herumspukt

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Und jetzt bloß nicht an einen rosa Elefanten denken...

Wie es in den Wald hineinschallt, so schallt es heraus. Allein die Gedanken beeinflussen schon maßgeblich, wie der kommende Tag läuft.

Bitte jetzt bloß nicht, unter gar keinen Umständen und auf keinen Fall an einen rosa Elefanten denken. Zack – und schon ist es passiert! Das vergnügte, pinke Wesen mit den Riesenohren und dem Rüssel hat sich im Kopf festtrompetet und lässt sich kaum mehr verbannen. Klar: um etwas nicht zu tun, muss erst einmal eine grobe Vorstellung des Vorgangs oder der Sache existieren. Kein Verbot ohne Benennung des Verbotenen! Aber dann reizt die Sache besonders.

Nichts ist widerstandsfähiger als ein einmal im Gehirn untergebrachter Gedanke. Die Annahme, dass heute mein Pechtag ist, bedeutet: unvermeidliche Konzentration auf jedes potenzielle Fettnäpfchen. Doch das Tabu lässt sich auch leicht ins Positive verkehren: Gleich morgens mit dem richtigen Bein aufstehen und an den Sonnenaufgang im Traumurlaub denken – und schon geht alles leichter von der Hand. Die positive Grundhaltung scheint einfach die ganze Zeit im Hintergrund. Oder – noch besser – mit positiven Gedanken einschlafen. Die sorgen für süße Träume und einen schwungvollen Start in den Tag. Da kann auch das Tröten des rosa Elefanten nichts ändern.

Daniel Hagmann

Daniel Hagmann

Als Reporter in der Region unterwegs. Hauptinteressen: Kunst, Kultur und Kokolores im echo24-Land. Kolumne: "Nachgehagt".

E-Mail:daniel.hagmann@echo24.de

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