Auch das noch!

Nach Hochwasser: Das große Jucken beginnt

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Fiese Mücken saugen nicht nur Blut, sondern übertragen auch Krankheiten.

Als wäre das Hochwasser nicht schon schlimm genug, kommt in den nächsten Tagen auch noch eine Mückenplage auf die echo24.de-Region zu.

Lästige Mücken, die um einen herum fliegen und fiese, rote, juckende Flatschen auf der Haut hinterlassen, gibt es ja schon immer. Aber jetzt warnen sogar Experten vor Mückenplagen in hochwasserbetroffenen Gebieten.

Die überfluteten Flussauen und Felder bieten den Mücken ideale Brutplätze, da die Wasserflächen flach und stillstehend sind.
Rainer Bretthauer, Umwelt- und Klimaschutzbeauftragter und bekannt als "Mückenexperte" erklärt echo24.de: "Mücken können bis zu 200 Eier ablegen. Ob sie diese alle auf einmal ablegen oder über mehre Tage verteilt, kommt auf die Wetterverhältnisse an."

Das derzeitige Wetter ist leider wie gemacht für die Mücken und Mückenlarven. Was bedeutet - innerhalb der nächsten zwei Wochen schlüpfen vermutlich sehr viele Mücken und machen sich auf den Weg in unsere Wohn- und Schlafzimmer.

Schützen kann man sich indem man Moskitonetze aufhängt, oder mit parfümfreier Kosmetik duscht - da Schweißgeruch wie ein Magnet auf Mücken wirkt. Auch Insektenabwehrmittel können helfen.

Sind Sie ein "Mücken-Opfer"?

Forscher bitten darum, intakte Insekten einzusenden, um die Verbreitung der Tiere kontrollieren zu können.
Sie werden für den Mückenatlas verwendet, mit diesem werden Verbreitungsgebiete und neu eingeschleppte Arten kartiert.

Die eingefangenen Mücken sollten nicht zerquetscht oder platt geschlagen sein. Außerdem sollten die Tiere nicht in einem Briefumschlag versendet werden, sondern in einer kleinen Schachtel, kleinen Dose oder einem Röhrchen. Um die Mücken abzutöten, wird empfohlen, sie für einen Tag ins Gefrierfach zu legen. Forschen brauchen intakte Exemplare, um wichtige Schuppen und Borsten feststellen zu können.

Außer dass die Stechmücken lästig sind, übertragen sie auch Krankheiten wie das Dengue- oder Westnilfieber und den Zika-Virus. Als besonders gefährlich gilt die Asiatische Tigermücke, es sei davon auszugehen, dass sie in Deutschland erfolgreich überwintert hat.

Rainer Bretthauer: "Besondere Fähigkeiten werden die 'Unwettermücken' nicht haben, sie sind die gleichen Mücken, wie wir sie kennen. Wie viele mehr es durch die Überschwemmungen werden, kann man nicht genau sagen, es kommt darauf an, wie viele Eier im Boden abgelegt sind."

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Von Melanie Schmidt

echo24.de Redaktion

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