Kolumne: "Natürlich blond"

"Es gibt Geräusche, die ich hasse"

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Schmatzen, klimpern, Nase hochziehen - wenn Töne richtig wütend machen...

Ich brauche es nicht leise. Ich mag Musik sehr. Das Gluckern einer klassischen Kaffee-Maschine gefällt mir. Und dass ich mich gerne unterhalte, ist kein Geheimnis.

Aber wenn in einem weitgehend ruhigen Raum einer anfängt, mit infernalischem Elan einen Apfel zu essen und am aller schlimmsten, herzhaft abzubeißen, Freunde, dann hört der Spaß auf! Gerne würde ich mich da an ein Messgerät anschließen lassen, denn mein Puls geht selten so schnell an die Decke. Wenn hörbares Schmatzen dazukommt, verlasse ich den Raum. Essgeräusche allgemein, sind kritisch.

Sie trinken ihren Kaffee mit Zucker? In Ordnung, aber Sie müssen nicht drei Minuten in der Tasse herumklimpern!!! Der Zucker löst sich auch so auf. Herrje!

Ich dachte lange, ich hätte einfach einen Tick – bis ich Gleichgesinnte und das Wort Misophonie entdeckt habe. Es bedeutet so viel wie Hass auf Geräusche und ist psychologisch belegt.

Leidet ihr auch an Misophonie?

Manche Menschen besitzen eine verminderte Geräuschtoleranz, die handfeste Wutgefühle auslösen kann. Bei manchen ist es das hörbare Abbeißen und Kauen, bei anderen lautes Atmen, kraftvolles Niesen oder übertriebenes Joghurtbecher-Auskratzen. Glücklicherweise, ebbt der durch schmatzen, schlürfen und klimpern ausgelöste Zorn schnell wieder ab. Und manchmal esse ich sogar selbst einen Apfel.

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Anna-Maureen Bremer

Anna-Maureen Bremer

Mittendrin statt nur dabei: Soziales, Partys und eure Themen immer im Blick! Kolumne: "Natürlich blond".

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