Streit um das Mindesthaltbarkeitsdatum

Bundesernährungsminister Christian Schmidt plädiert für eine Abschaffung des Mindesthaltbarkeitsdatums. Der Grund: Abgelaufene Lebensmittel werden zu schnell weggeschmissen.Fotos: fotolia/Archiv
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Was denken die Bürger in Heilbronn und die Experten in der Region über das MHD.

„Pfui, Schimmel!“ – das dachte sich Yannik Mattes aus Bad Friedrichshall, als er in ein verdorbenes Brot biss. Normalerweise schmeißt Mama Birgit Mattes schlecht gewordene Lebensmittel in die Tonne. Ihre Orientierungshilfe? Das Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) auf Produkten. Christiane Manthey, Abteilungsleiterin Lebensmittel und Ernährung der Verbraucherzentrale in Neckarsulm, erklärt: „Das MHD gibt nicht nur Informationen zur Haltbarkeit des Lebensmittels. Es ist ein Qualitätsversprechen und nicht mit dem Verfallsdatum zu verwechseln.“

Dieses Risiko ist allerdings sehr hoch: Nicht selten können Verbraucher diese Begriffe nicht auseinanderhalten. Manthey: „Dadurch werden noch genießbare Nahrungsmittel schnell weggeschmissen.“ Und genau das möchte Christian Schmidt zukünftig vermeiden.Der Bundesernährungsminister fordert eine Abschaffung des MHD,um die Verschwendung zu halbieren.

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