Mannheimer Drogen-Prozess steht vor Abschluss

Hohe Haftstrafen gefordert

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Die Angeklagten sollen für lange Zeit hinter Gitter
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Ganz im Stil von Walter White aus der Serie „Breaking Bad“ waren die Männer groß im Geschäft. Doch der Handel flog auf, nun warten die Angeklagten am Landgericht Mannheim auf ihre Urteilsverkündung.

Im Mammut-Prozess um Drogenhandel im Millionenwert sollen vor dem Landgericht Mannheim am Freitag die Urteile gegen vier Angeklagte fallen. Das sagte der Vorsitzende Richter am Dienstag. Zuvor wurde unter höchsten Sicherheitsmaßnahmen das letzte Plädoyer gehalten. Die Staatsanwaltschaft forderte für die Angeklagten hohe Freiheitsstrafen. Für einen Beschuldigten beantragte sie vier Jahre Haft, für die anderen drei bis zu 13 Jahre und zwei Monate.

Die Anträge der Verteidiger blieben weit darunter. Laut Anklage sollen die Männer über angeworbene Kuriere Chemikalien in ein niederländisches Drogenlabor geschmuggelt und enorme Mengen des Fertigprodukts in Mannheim und Berlin verkauft haben. Bei einer Razzia in Ludwigshafen stellten Drogenfahnder fast 150 Kilogramm Amphetamin sicher - eine der größten Mengen, die in Deutschland je beschlagnahmt wurden.

Die elf Angeklagten stehen seit September 2015 wieder vor Gericht. Ein vorheriger Prozess wurde nach 65 Verhandlungstagen wegen Krankheit des Vorsitzenden Richters ausgesetzt. In den letzten Monaten wurden schon vier der Männer verurteilt. Sie müssen bis zu neun Jahre ins Gefängnis.

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