Kolumne: Nachgehagt

Missgeschick: Warum eigentlich immer ich?

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Und zack - da ist die Panne schon wieder passiert!
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An der langsamsten Kasse und auf der Straße ständig die rote Ampel vor der Linse. Warum trifft es immer mich?

Klar, immer ich! Ständig ist es am Supermarkt meine Schlange, an der es am längsten dauert. Schlau scheint es, im stockenden Autobahnverkehr die linke Spur zu benutzen. Da ist es ja besonders flott – könnte man meinen. Doch Pustekuchen! Und genau dann, wenn es wirklich schnell gehen soll, reißt der Schnürsenkel, springt das Auto nicht an, streikt der Rasierer oder das Getränk fällt zu Boden – Scherben inklusive. Na toll!

Doch einmal mit aller Ruhe betrachtet, ist das alles überhaupt keine Aufregung wert. Gegenüber den einzelnen Extremfällen stehen doch Tausende Beispiele, an denen alles wie geschmiert läuft. Abläufe, die wie vorgestellt über die Bühne gehen. Die Kaffeemaschine verrichtet (fast) jeden morgen ihren Dienst, unzählige Male hat einen das Auto munter ans Ziel gebracht und die paar Brandblasen und Schnittwunden stehen in keinem Verhältnis zu den vielen leckeren Mahlzeiten die schon reibungslos gelungen sind.

Das Ich als Buhmann ist also bloße Erfindung. Schon allein, weil jeder so denkt. Außer beim Lottogewinn. Da trifft's immer den Falschen! Und deutscher Fußballmeister wird immer der FC Bayern.

Sind Sie auch ein Tollpatsch und Unglücksrabe?

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