Kolumne: Nachgehagt

Wenn das Auto zum Gesangstempel  wird

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Mitsingen im Auto versüßt jede Fahrt.
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Gute Laune? Schreit sie heraus! Im Frühling singen viele zur Musik im Autoradio mit. Das führt zu lustigen Situationen.

Nicht nur bei der Datenübertragung von Handy zu Handy ist oft nicht alles synchron. Die TV-Zuschauer der aussterbenden Samstagabend-Shows können ein Lied davon singen: Stars treten auf und bewegen ihre Lippen. Doch Überraschung: Was nach einem „O“ aussieht, entpuppt sich als ein „A“ aus den Boxen. Da waren ja selbst die Kids aus Marijke Amados Mini Playback Show treffsicherer. Kurzweilig sind die Mundverrenkungen aber allemal.

So wie jene, die Autofahrer im Straßenverkehr vollführen. Mancher Nachwuchs-Pavarotti intoniert voller Inbrunst hinterm Lenkrad. Zu Ohren kommt einem dabei selten was. Da bleibt als Zeitvertreib im Stockverkehr nur das Lippenlesen. Zuerst die Frage: Englisch oder Deutsch? Und dann: rasche Mundbewegungen, die auf Rap schließen lassen? Oder rhythmisches Nicken im konstanten Tempo? Dann tönt Schlager aus den Boxen. Wenn ein Langmähniger Grimassen schneidet – mutmaßlich zu krachendem Death Metal – mag sich mancher Autofahrer fürchten. Während sich zeitgleich der entspannte Fahrer zurücklehnt und sich über die Klang-Vielfalt der Welt freut.

Singt ihr auch gerne im Auto?

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