Kolumne: Nachgehagt

Was tun, wenn es mal wieder gaaanz eng wird?

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Oft geht es in Clubs recht beengt zu.

Manchmal wäre es gar nicht schlecht, wenn die Leute ein bisschen mehr Berührungsängste hätten.

Lotto King Karl, Sänger und Stadionsprecher beim Hamburger SV, hat es vollkommen richtig erkannt: "Keine Grenzen, keine Zäune – einfach Freude, einfach Spaß!" Schließlich ist der Mauerfall fast 27 Jahre her. Und Begegnung zwischen Menschen ist doch besser als Isolation und Abschottung. Zumindest meistens. Denn manchmal nervt es einfach nur, wenn andere gar keine Berührungsängste kennen. Und zwar nicht nur am Kölner Dom an Silvester.

Beispiel Supermarkt: Da steht man vor dem Regal, überlegt sich in Ruhe die Auswahl – und andere Kunden haben nichts Besseres zu tun als sich zwischen Regal und Betrachter durchzuquetschen.

Ganz besonders nervt's auf Konzerten: Ist ja prächtig, wenn der Club gut besucht ist. Aber einfach nur die Show genießen is' nich'! Ständig drängt sich jemand durch, will nach vorne, zum Ausgang oder zur Bar. Ortswechsel? Bringen auch nichts! Irgendwie steht man immer am Hauptdurchgang. Da ist es manchmal bis zum wütenden "Du-kannst-nicht-vorbei"-Aufschrei in Gandalf-Manier nicht weit. Aber wollen wir mal nicht so sein. Denn Grenzen, Zäune und Mauern gibt es auch im Jahr 2016 mehr als genug!

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Daniel Hagmann

Daniel Hagmann

Als Reporter in der Region unterwegs. Hauptinteressen: Kunst, Kultur und Kokolores im echo24-Land. Kolumne: "Nachgehagt".

E-Mail:daniel.hagmann@echo24.de

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